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3276 Standortmarketing II: Erlebniswelten

 

Modulautor: Norbert Altenhöner, M. A.

Inhaltsverzeichnis*

1 Ursprünge, Elemente und Genese des Begriffs Erlebniswelten
1.1 Grundlagen des Erlebnisbegriffs
1.2 Erlebnisorte und Erlebniszeiten – Erlebniswelten und Events
1.3 Weg und technische Voraussetzung zum Erlebnis als Ware
2 Erscheinungsformen von Erlebniswelten
2.1 Übersicht und Typologisierung der Erlebniswelten
2.2 Kennzeichen und Funktionsweisen von Erlebniswelten
2.3 Exkurs: Kennzeichen temporärer Erlebniswelten (Events)
3 Bedeutung von Erlebniswelten
3.1 Erlebniswelten und Konsum
3.2 Raumrelevante Auswirkungen von Erlebniswelten
3.3 Auswirkungen von Erlebniswelten auf touristische Netzwerke
3.4 Regionalwirtschaftliche Effekte von Erlebniswelten
3.5 Kulturpolitische Aspekte und Kritik an Erlebniswelten:
Der Vorwurf der Künstlichkeit
4 Betriebsrelevante Determinanten des Marktpotenzials von Erlebniswelten
4.1 Nachfrageorientierte Determinanten des Marktpotenzials
4.2 Angebotsorientierte Determinanten des Marktpotenzials
4.3 Determinanten der Potenzialausschöpfung
4.4 Mittel und Methoden der Konzeption von Erlebniswelten

 

Lernziele

In diesem Aufbaumodul vertiefen Sie Ihr Wissen zum Standortmarketing um das interessante Feld der Erlebniswelten. Es besteht aus vier Kapiteln. Im ersten Kapitel werden folgende Themen behandelt:
• Die soziologischen und psychologischen Grundlagen des „Erlebnisbegriffs“ sowie das Verhältnis zwischen dem „inneren“ Erlebnis und einer „äußeren“ Erlebniswelt, so dass Sie den Begriff einordnen, abgrenzen sowie aktuelle Diskussionen beurteilen können.
• Die Ursprünge und symbiotischen Elemente zwischen Erlebnis und Unterhaltung, so dass Sie in der Lage sind, die kultursoziologischen Diskussionen der gesellschaftlichen Entwicklungslinie von der Agrar-/Industriegesellschaft zur Erlebnisgesellschaft und ihres ökonomischen Pendants (Kulturindustrie ? Erfahrungsindustrie ? Erlebnisindustrie) zu verstehen.
• Damit lernen Sie das gesellschaftsbestimmende Element und seine Trend- und Entwicklungslinien kenne sowie die Bedeutung des Gegenstandes für die näherer Zukunft. Sie sind fähig, Schlüsse für Beurteilungen und Entscheidungen im Rahmen des Kulturmarketings zu ziehen.

Im nächsten Kapitel wird die Bandbreite der Erlebniswelten so vermittelt, dass Sie trotz der fließenden Grenzen innerhalb der Gattung – aber auch zu anderen Kultureinrichtungen – in der Lage sind, abhängig von verschiedenen Kriterien sinnvolle Kategorien zu bilden. Am Ende des Kapitels sollen Sie die aktuellen Ausformungen von Erlebniswelten kennen und in der Lage sein, Objekte und Projekte selbstständig anhand von Kennzeichen und Merkmalen einzuordnen. Darüber hinaus wissen Sie um ihre Erfolgskriterien und Funktionsweisen.

Im dritten Kapitel erfahren Sie etwas über die Bedeutung der Erlebniswelten als Ort des Konsums und ihre wirtschaftbestimmende Kraft:
• Sie lernen als Ort des Konsums und ihre wirtschaftsbestimmende Kraft. Sie erlernen die Argumente von Autoren wie MASLOW und PINE/ GILMORE kennen, die Erklärungssätze für das wirtschaftliche Potenzial von Erlebniswelten liefern und können die Bedeutung von Erlebniswelten in ihren ökonomischen Zusammenhängen benennen.
• Sie erfahren aber auch Grundlagen für nicht-ökonomische Auswirkungen von Erlebniswelten am Beispiel von Stadt- und Regionalplanung. Aktuell spielen in der Öffentlichkeit vor allem ökonomische Bewertungen von Erlebniswelten eine wichtige Rolle. Daher wird in die Grundlagen der Ermittlung ihrer versetzen, fundiert mit Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit zu argumentieren.
• Schließlich lernen Sie Stimmen und vorbehalte der Kulturkritik an Erlebniswelten kennen

Das Ziel des Schlusskapitels ist, einige wichtige Faktoren für Investitions- und Betriebsgestaltungen zu vermitteln. Bisher wurde die Außenperspektive eingenommen, also die Elemente beschrieben, die vor allem gesellschaftliche Relevanz aufweisen. Nun werden die Faktoren erläutert, die aus Sicht der Erlebniswelt Relevanz haben. Dazu gehören vor allem Faktoren des Marktpotenzials und Faktoren zu dessen Ausschöpfung, u. a. Gestaltungs- oder Erfolgsfaktoren.

*Quelle: Altenhöner, N.: Erlebniswelten als Instrument des Standortmarketings, Hochschulverbund Distance Learning.