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Bildungsweg gewinnt weiter an Bedeutung

Die Teilnehmerzahlen im Fernunterricht und Fernstudium wachsen weiter: Über 420.000 Deutsche entschieden sich 2014 für eine Weiterbildung per Fernunterricht und Fernstudium. Damit wurde ein allgemeines Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr ermittelt.

Dies ergab die aktuelle Fernunterrichtsstatistik des Fachverbandes Forum DistancE-Learning, die seit dem Jahr 2009 jährlich erhoben wird. Befragt werden Anbieter von staatlich zugelassenen Fernlehrgängen. Ergänzt werden die Daten der Umfrage um die Erhebungen des Statistischen Bundesamts, das Studierende an den staatlich anerkannten Fernhochschulen und eingeschriebene Fernstudierende an den Präsenzhochschulen zuliefert.

Teilnehmende Fernlehrgänge und Fernstudium
Quelle: Forum DistancE-Learning

Leichtes Wachstum beim akademischen Fernstudium

Für ein akademisches Fernstudium entschieden sich 2014 mehr als 154.000 Menschen. 114.000 waren an einer Fernhochschule eingeschrieben und weitere 40.000 an einer Präsenzuniversität mit Fernstudienangeboten. Damit konnten die Teilnehmerzahlen nicht nur auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden, sondern weiter leicht wachsen (+ 1 Prozent).

Subakademischer Bereich wächst wesentlich stärker

Über 253.000 Personen belegten laut der Fernunterrichtstatistik 2014 einen staatlich zugelassenen Fernlehrgang. Insgesamt ergibt sich daraus ein Zuwachs über vier Prozent. 2014 haben 395 Institute bundesweit 3.249 Lehrgänge angeboten. Mehr als 340 Kurse wurden im Berichtsjahr neu zugelassen.

Inhaltliche Schwerpunkte

Wie schon in den Vorjahren wurden Lehrgänge aus dem Segment Wirtschaft und kaufmännische Praxis am häufigsten belegt. 25 Prozent aller Teilnehmer entschieden sich für einen Fernlehrgang in diesem Bereich. In der Beliebtheit folgen Kurse zu den Themen Freizeit, Gesundheit und Haushaltspflege (17 Prozent) und Lehrgänge zur Vorbereitung auf einen Schulabschluss (13 Prozent).

Alter und Geschlecht der Teilnehmenden

Auch die Altersverteilung der Teilnehmenden entspricht den Ergebnissen vorangegangener Jahre. Die größte Gruppe bilden mit rund 20 Prozent Teilnehmer in einem Alter zwischen 26 und 30 Jahren. Mit 17 Prozent folgen die 41- bis 50-Jährigen.

Das Geschlechterverhältnis ist nach wie vor nahezu ausgewogen. Dominieren Frauen mit 52 Prozent leicht den subakademischen Fernunterricht, sind es eher Männer (59 Prozent), die ein akademisches Fernstudium belegen. Geschlechtsspezifische Unterschiede lassen sich jedoch klar in der thematischen Wahl der Weiterbildungsangebote feststellen. So sind es beispielsweise eher Frauen, die einen Lehrgang im pädagogischen Bereich (78 Prozent) oder eine Fortbildung im Themenbereich Gesundheit (70 Prozent) belegen. Männer hingegen dominieren in den Weiterbildungen zum staatlich geprüften Betriebswirt, Techniker oder Übersetzer (87 Prozent) und im Themenbereich Mathematik und Naturwissenschaften (83 Prozent).

Betrachtet man die absoluten Teilnehmerzahlen, haben die meisten Frauen (26.500) im vergangenen Jahr eine Weiterbildung im Segment Wirtschaft und kaufmännische Praxis belegt. Die größte Gruppe der Männer (18.900) wählte Fortbildungen zum staatliche geprüften Betriebswirt, Techniker oder Übersetzer.