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Überschrift Methode Fernstudium

Die Lernmethode Fernstudium

Überschrift Was ist ein Fernstudium?

Was ist ein Fernstudium?

Grundidee

Info Was ist ein Fernstudium

„Studium“ kommt vom lateinischen Verb „studere“ und kann mit „sich bemühen“ übersetzt werden. Mit anderen Worten: man strebt nach neuem Wissen und neuen Fähigkeiten. Wissen kann nicht verordnet oder eingetrichtert werden. Dieses können sich Studierende stets nur selbst erarbeiten. Dozenten und Dozentinnen können und sollen dabei nur begleiten.

So stammt auch der Begriff der „Vorlesung“ noch aus der Zeit, als die Erfindung des Buchdrucks noch nicht alt und Bücher entsprechend rar und teuer waren. Studierende konnten sich Literatur nicht kaufen. Aus diesem Grund haben Professoren angeboten, ihre Lehrbücher laut vorzulesen, damit alle die Möglichkeit hatten, die Lerninhalte mitzubekommen. Wer sich die Literatur selbst besorgen konnte, blieb einfach zu Hause, las das Buch allein und besuchte die Hochschule nur für Seminare.

Diesen Gedankengang greift das begleitete Fernstudium auf. Den Lernstoff erarbeiten sich die Studierenden anhand didaktisch aufbereiteter Unterlagen, um ihn allein oder gemeinsam mit Mitstudierenden oder Dozenten und Dozentinnen einzuüben und zu vertiefen.

Das traditionelle Fernstudium hatte bis in die 1990er Jahre hinein den erheblichen Nachteil, dass die Studierenden sozial isoliert waren. Die modernen Informations- und Kommunikationsmittel machen es möglich, dass nicht nur auf die persönliche Anwesenheit im Vorlesungsraum, sondern auch auf die physische Präsenz bei Seminaren verzichtet werden kann – und trotzdem ein beständiger Dialog mit den Tutorinnen und Tutoren und den Mitstudierenden möglich ist.

Über Online-Foren, moderierte und unmoderierte Chats, Telefon- und Videokonferenzen sowie über Desktop-Sharing-Konferenzen kann sich jederzeit, obwohl örtlich getrennt, ausgetauscht werden, als säßen alle in einem Raum.

Lernmethode Fernstudium

Warum ist die Methode so erfolgreich?

Die Vorteile des Fernlernens

Warum ist die Methode Fernstudium so erfolgreich?

Zeitliche & räumliche Flexibilität

Genießen Sie die vermutlich wichtigsten Vorteile eines Fernlehrgangs: Unabhängigkeit und Flexibilität.  Sie sind in Ihrer Zeiteinteilung völlig frei, können zu jeder Zeit lernen, die Lektionen jederzeit unterbrechen und das Studientempo ganz frei wählen

Um einen Fernlehrgang zu absolvieren, benötigt man heute nur noch einen Computer und einen Internetanschluss. Wer jeden Abend eine Stunde konzentriert lernen möchte oder am Wochenende mehrere Stunden am Stück arbeiten will, hat dazu alle Möglichkeiten, ohne sich nach den Unterrichtszeiten einer Präsenzakademie richten zu müssen.

Neben der zeitlichen Flexibilität und Unabhängigkeit ist auch die räumliche Freiheit ein großes Plus beim Fernlehrgang. Sie können an jedem Ort und zu jeder Zeit Ihre Materialien bearbeiten und sich somit ganz unabhängig und flexibel organisieren. Damit haben Sie die besten Chancen, Studium, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.

 

Erwerb überfachlicher Kompetenzen

Durch die Methode des Fernlernens üben Sie über fachliche Fragestellungen hinaus das selbstregulierte Lernen und schaffen sich so Ihre individuellen Voraussetzungen zum lebenslangen Lernen. Das ist heute eine der wichtigsten Voraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben. Das Fernlernen kann zudem Kompetenzen im effizienten Umgang mit Texten und persönlicher Arbeitstechnik schärfen, die für wissensintensive Berufe von höchster Bedeutung sind.

Eigeninitiative in puncto Weiterbildung rechnet sich. Personalverantwortliche schätzen an Fernlehrgängen vor allem, dass sich die Absolventen und Absolventinnen durch hohe Eigenmotivation, Selbstständigkeit, Zielstrebigkeit, Flexibilität und gutes Zeitmanagement auszeichnen. Aber auch Entscheidungsstärke, analytisches, logisches und unternehmerisches Denken gehören für die Mehrheit der Personalverantwortlichen zu den herausragenden Schlüsselqualifikationen von Fernstudienabsolventen und -absolventinnen.

 

Persönliche Erfolgsfaktoren und hohes Ansehen auf dem Arbeitsmarkt

Eine repräsentative Studie von forsa und der Europäischen Fernhochschule Hamburg belegte, dass Absolventen und Absolventinnen eines Fernstudiums bei Personalverantwortlichen sehr begehrt sind. Über 80 Prozent der Befragten erkannten die hohe Motivation, die Zielstrebigkeit, Organisationstalent, Eigenverantwortung und ein gutes Zeitmanagement als sehr wichtig an, um ein Fernstudium neben der Berufstätigkeit mit Erfolg zu absolvieren.

Rund 80 Prozent der Befragten bewerteten die Fernlehre sogar als dem Präsenzstudium überlegen. Die angenommenen persönlichen Erfolgsfaktoren reichen den Absolventen und Absolventinnen somit bei der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sehr zum Vorteil.

Lesen Sie Erfolgsgeschichten der DAM Teilnehmenden.

Eyecatcher Schritte DAM

Wie läuft ein Fernlehrgang bei der DAM ab?

Ihre Schritte zum zertifizierten Abschluss ...

Methode Fernstudium

Wie lerne ich am besten im Fernstudium?

Persönliche & technische Anforderungen 

Methode Fernstudium

Welche persönlichen Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Im Vergleich zu Weiterbildungsformen im Präsenzunterricht bietet ein Fernlehrgang große Vorteile, was zeitliche als auch örtliche Flexibilität angeht. Diese Flexibilität fordert von den Fernlernenden ein hohes Maß an Selbstdisziplin, Lern- und Zeitmanagement und auch Eigenmotivation. Darum ist eine Weiterbildung im Fernstudium nicht für alle geeignet. Fernlernende sollten sich Raum, Zeit und Ruhe für ihren Fernlehrgang schaffen können - oft neben Beruf und Familie.

Welche technischen Voraussetzungen sollten berücksichtigt werden?

Bevor Sie einen Fernlehrgang bei uns beginnen, prüfen Sie bitte die technischen Erfordernisse. Kommunikation über das Internet ist ein wesentlicher Bestandteil eines Fernlehrganges. Über das Internet wird nicht nur der Kontakt zum Tutorenteam und anderen Teilnehmenden ermöglicht, sondern häufig auch die Lehrinhalte und Prüfungen organisiert. Bei der DAM ist der Zugriff auf den Online-Campus, den Seminarraum und das Prüfungswesen intuitiv und ganz einfach erlernbar. Für die Teilnahme an unseren Online-Seminaren benötigen Sie ggf. zusätzlich ein Headset. Schauen Sie doch einmal rein in unser vielfältiges Online-Seminarangebot.

Glossar Test Fernlerntyp

Sind Sie ein Fernlehrtyp?

Sie sind unsicher und wollen wissen, ob die Lernmethode Fernstudium überhaupt zu Ihnen passt?

Fazit Methode

Für wen ist ein Fernstudium als Methode interessant?

Gibt es typische Fernlernende? Es gibt die große Gruppe der 25- bis 49-Jährigen, die voll im Berufsleben stehen und auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung sind. Durch die Aufnahme eines Fernstudiums können weiterführende Qualifikationen erworben werden, die Voraussetzungen für eine Fach- oder Führungsposition sind. Auch um sich in einem neuen Fachgebiet zu etablieren oder um in einer neuen Branche Fuß zu fassen, die ein weiterführendes Entwicklungspotenzial verspricht, kann ein Fernstudium begonnen werden.

Doch auch Teilnehmende unter 25 Jahren, meist im Bereich Allgemeinbildung und Schulabschlüsse, sowie 50+-Jährige sind vertreten. Sie sind beruflich meist gefestigt und wollen keinesfalls auf den gewohnten Lebensstandard verzichten.

Damit zeigt sich, dass es typische Teilnehmende für Fernunterricht kaum gibt. Die heterogene Zielgruppe ist vielmehr der Beweis dafür, dass die Fernlehre in sehr unterschiedlichen beruflichen und familiären Situationen als das Mittel der Wahl angesehen wird, wenn man sich beruflich oder privat weiterbilden will. Denn die Teilnehmenden, die mitten im Berufsleben stehen, wollen oder können nicht auf ein regelmäßiges Einkommen verzichten. Auch möchten sie den sicheren Arbeitsplatz nicht aufgeben. Oder die Wartezeit bis zum Studium ist zu überbrücken; Familienverantwortliche müssen ihre Zeit zwischen Beruf, Weiterbildung und Familie aufteilen; örtliche Begrenzungen können mit dem Fernstudium überwunden werden.

Fazit: Jede/r gehört zur Zielgruppe der Fernstudierenden – jedoch ist nach der persönlichen Situation zu entscheiden, ob es die beste Wahl ist.

Lernmethode Fernstudium Geschichte

Geschichte des Fernstudiums

Wissenswertes

Wissenswertes zur Methode Fernstudium

Das moderne Fernstudium geht bei genauerem Hinsehen bereits auf die Antike und das Mittelalter zurück. Schon Platon wollte die Ideen seines berühmten Lehrers Sokrates schriftlich für die Nachwelt festhalten, damit war die schriftliche Aufzeichnung zur Vermittlung von Wissen geboren. Mussten Wissbegierige in der Spätantike und im Mittelalter die Abschriften der berühmten Gelehrten noch in den altehrwürdigen Bibliotheken düsterer Kloster studieren und sich dabei den Bedingungen der Fürsten und Äbte unterwerfen, wurden einige der berühmtesten Briefe des Neuen Testaments des Apostels Paulus durch Boten vermittelt, die einen fortwährenden Briefwechsel durch die Überbringung der schriftlichen Lehrstücke überhaupt erst ermöglichten. Genau genommen geht der moderne Fernunterricht in Form von schriftlichen Studienbriefen auf den Apostel Paulus als Patron und Initiator zurück.

Zum Ende des 19. Jahrhundert entwickelte sich die Fernlehre zu einer Variante der Weiterbildung für Frauen, die zum damaligen Zeitpunkt nicht studieren durften. Der Fernunterricht wurde mit Hilfe von Briefwechseln zwischen Privatleuten initiiert. Die erste Hochschule, die den Abschluss eines Fernstudiums ermöglichte, wurde im Jahr 1883 in den USA gegründet. Der Staat New York erkannte damals den Abschluss am Chautauqua College of Liberal Arts offiziell als Studienabschluss an.

In Deutschland geriet die Fernlehre erstmals im Jahr 1913 in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Das Rustinische Lehrinstitut für Selbstunterricht war bis zum Anfang der 1960er Jahre die einzige Institution, die offiziellen Fernunterricht anbot. Im Jahr 1967 startete das Bundesland Bayern eine interessante Alternative, die Mittlere Reife über ein pädagogisches Fernsehprogramm zu erlangen. Das multimediale Telekolleg war einer der Vorläufer des heutigen digitalen Studiums, das mehr und mehr auf das Internet als Medium zur Wissensvermittlung zurückgreift.

Im Jahr 1974 war ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Fernstudiums zu verzeichnen. Die Fernuniversität Hagen war die erste Universität Deutschlands, die ausschließlich auf die Unterrichtung von Fernstudenten in einem akademisch orientierten Studium ausgerichtet war. Durch Kooperationen mit der Stiftung Universitäre Fernstudien Schweiz und Johannes Kepler Universität Linz kam es zu einer Verbreitung des Fernstudiums nach dem Hagener Modell bis in die Schweiz und nach Österreich.

Mit der Einführung des Gesetzes zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht – dem sogenannten Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) im Januar 1977 wurden die Rechte und Pflichten von Anbietenden und Teilnehmenden am Fernunterricht erstmals auf ein juristisches Fundament gestellt. Danach muss jeder Lehrgang staatlich zugelassen werden, der in der Fernlehre angeboten wird. Auch greifen fundierte Informations- und Vertragspflichten für jeden Lehrgang. Moderne Formen des E-Learnings fallen ebenfalls unter die Regelungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes.

Die zuständige Behörde für die Erteilung von Zulassungen ist die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU). Die Institution mit Sitz in Köln wurde im Februar 1978 durch den Staatsvertrag über das Fernunterrichtswesen ins Leben gerufen. Dieser Staatsvertrag gilt für alle Bundesländer. Die ZFU ist verantwortlich für die Zulassung der zulassungspflichtigen Fernlehrgänge. Sie überprüft den Bestand der Zulassungsvoraussetzung in regelmäßigen Abständen, und sie registriert nicht-zulassungspflichtige Fernseminare, die nur der Freizeitgestaltung dienen. Darüber hinaus veröffentlicht die Institution den jährlichen „Ratgeber für Fernunterricht“ und ein Verzeichnis der zugelassenen Fernlehrgänge mit den zugehörigen Instituten. Das Informationsmaterial der ZFU ist somit eine wichtige Datenquelle für Interessenten, die über den Beginn eines Fernstudiums nachdenken.

Der letzte Meilenstein in der Geschichte der Fernlehre dürfte bis heute in der digitalen Revolution zu sehen sein. Das Internet hat auch im Bildungswesen Einzug gehalten und vereinfacht die Kommunikation zwischen der Bildungseinrichtung, den Dozenten, Dozentinnen und den Studierenden. Fernunterricht wird auf dem Weg des E-Learnings, als Apps, als Online-Seminare, im Chat oder auf einem Online-Campus vermittelt. Diese interaktive Form des Lernens konnte sogar die Abbruchquote in der Fernlehre reduzieren, die traditionell als eines der größten Probleme des Fernstudiums gilt.

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