Logo ManagementJournal
8. September 2020 | von Dr. Marvin Hecht

Bestens organisiert | Lifehacks BWL, Folge 4

Der Begriff der Organisation kann zum einen als gestalterische Tätigkeit verstanden werden, zum anderen als Zustandsbeschreibung. Während sich die Tätigkeit auf die zielorientierte Schaffung von Beziehungen zwischen Subjekten, Arbeitsmitteln, Objekten und Tätigkeiten zur Ordnungsschaffung konzentriert, beschäftigt sich die Zustandsbeschreibung mit einer bestehenden Ordnung. Differenziert werden hierbei die sogenannte Aufbau- und Ablauforganisation. Erstere regelt die hierarchische Ordnung in einer Organisation zur dauerhaften Regelung von Rechten und Pflichten von Personen und Abteilungen. Die Ablauforganisation befasst sich hingegen mit Regelungen zur zeitlichen, räumlichen und sachlichen Strukturierung von Arbeitsaufläufen im von der Aufbauorganisation vorgegebenen Rahmen. Stellen und Abteilungen sind hierbei in das Gesamtunternehmen zu integrieren. Diese organisatorischen Einheiten sind unter dem Aspekt der Weisungsbefugnis hierarchisch miteinander zu verknüpfen. All dies lässt sich in einem Organigramm grafisch darstellen. Organisatorische Einheiten werden hierbei durch Verbindungen für geregelte Transport- oder Informations- und Entscheidungswege in Organisationsstrukturen wie Ein-, Stab- oder Mehrlinienorganisationen collagiert. Darüber hinaus umfasst das Personalmanagement alle personellen Gestaltungsmöglichkeiten zur Erreichung der Unternehmensziele. Hierbei ergeben sich für das Management folgende Aufgaben: die Ermittlung sowie frist- und anforderungsgerechte Deckung des ermittelten Personalbedarfs, ein optimaler Einsatz von vorhandenem Personal, die Weiterentwicklung der Leistungspotenziale der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und letztlich die Steigerung der Mitarbeitermotivation. Vorhandenes Personal ist Aufgaben so zuzuordnen, dass die Unternehmensziele in quantitativer, qualitativer und zeitlicher Hinsicht bestmöglich erfüllt werden können. Dabei sollten nicht nur die Anforderungen und Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufeinander abgestimmt sein, sondern auch deren Interessen weitestgehend Berücksichtigung finden, um Arbeitsunzufriedenheit zu vermeiden. Hinsichtlich einer guten Personalmotivation sollten Sie stets eine Erhöhung der Arbeitszufriedenheit Ihres Teams sowie eine Verbesserung der individuellen Leistungsbereitschaft im Auge behalten. Hierzu dient das Prinzip der Anreizsetzung (beispielsweise durch Bildung von Arbeitsgruppen, Erfolgsbeteiligung durch Prämien oder regelmäßige Weiterbildungen), welches die persönlichen Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befriedigt und damit Sie und Ihren Betrieb langfristig erfolgreich macht.

Literatur:

Domschke, W.; Schmoll, A.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Eine Einführung aus entscheidungsorientierter Sicht, 4. Aufl., Berlin 2008, S. 349-361 und 363-376.

Schmalen, H.; Pechtl, H.: Grundlagen und Probleme der Betriebswirtschaft, 15. Aufl., Stuttgart 2013, S. 131-173 und 191-207.

Wöhe, G.; Döring, U.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 25. Aufl., München 2013, zweiter Abschnitt, B, IV, V.

Camphausen, B., et al.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Bachelor Kompaktwissen, 2. Aufl., München 2011, S. 150-161.

Pepels, W.: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl., Stuttgart 2010, S. 240-282.

 

Dr. Marvin Hecht

 

Bwl
Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „Lifehacks BWL“.

mehr lesen
Dr. Marvin Hecht
Dr. Marvin Hecht arbeitet als Beamter in einer Bundesbehörde und ist in Ausbildung und Lehre eingebunden. Neben seiner Qualifikation als promovierter Wirtschaftsingenieur ist er zertifiziert für Hochschuldidaktik und interkulturelle Kompetenz.
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner