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8. Oktober 2019 | von Dipl.-Kffr. Daniela Behrendt

Design Thinking und Scrum – zwei Arbeitsmethoden der New Work

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Insbesondere die IT-Branche kann davon ein Lied singen. Hier ist der Innovationsdruck besonders stark. Früher war Software, die über einen längeren Zeitraum entwickelt wurde, häufig schon veraltet, wenn sie dem Kunden übergeben wurde. Das ging so nicht. Eine neue Art und Weise der Entwicklung von Software musste her. Mit dieser Erkenntnis war der Grundstein für agiles Arbeiten gelegt und es entstanden verschiedene neue Arbeitsmethoden.

In diesem Podcast erfahren Sie mehr über zwei dieser neuen Methoden: Design Thinking und Scrum.

Design Thinking dient der Ideengenerierung. Dabei schlüpfen Design Thinker in die Rolle der Anwender und versuchen durch diesen Perspektivwechsel das Kundenanliegen wirklich zu verstehen. Es wird ein erster Prototyp entwickelt und dieser dann auch gleich mit den Kunden diskutiert. Ihr Feedback und in der Diskussion möglicherweise neu entstandene Ideen fließen in die Entwicklung des nächsten Prototypen ein. So wird in Schleifen weiter entwickelt, bis das Produkt fertig ist.

Charakteristisch für Design Thinking sind also:

  • Kundenfokus,
  • Prototyping,
  • Kundenfeedback und
  • Arbeiten in Iterationsschleifen.

Eine andere agile Arbeitsmethode ist Scrum. Scrum diente der Produktentwicklung, kommt aber heute auch in vielen anderen komplexen Projekten zum Einsatz. Scrum überzeugt durch seine Einfachheit: Einfache Regeln, klare Rollen und Verantwortlichkeiten, wiederkehrende Ereignisse, transparente Visualisierung sind charakteristisch für Scrum.

Der Kern von Scrum ist das Scrum-Team, das selbstorganisiert und eigenverantwortlich arbeitet. Scrum-Teams sind interdisziplinär zusammengesetzt und verfügen über alle Kompetenzen, die sie brauchen, um ihre Aufgabe erfolgreich zu erledigen. Innerhalb eines Scrum-Teams gibt es 3 Rollen: den Product Owner, den Scrum Master und das Scrum-Team selbst. Jeder Rolle sind klare Verantwortlichkeiten zugeordnet.

Eine Grundannahme von Scrum ist es, dass Projekte nicht von Anfang bis Ende geplant werden können. Deshalb wird in Scrum ebenso wie im Design Thinking in iterativen Schleifen und mit Prototypen gearbeitet. Definierte Ereignisse wie Daily Stand-ups, Reviews und Retrospektiven systematisieren die Kommunikation und das Feedback innerhalb des Teams. Standardisierte Visualisierungen wie Backlogs und Kanban-Boards machen Anforderungen und Fortschritte sichtbar und sorgen für Transparenz.

Zwei weitere weit verbreitete agile Methoden sind Lean Start-up und Kanban. Diese beiden Werkzeuge werde ich Ihnen im nächsten Podcast vorstellen. Bleiben Sie also neugierig!

 

Daniela Behrendt, Tutorin der Deutschen Akademie für Management

 

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „New Work“.

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Dipl.-Kffr. Daniela Behrendt
Nach einer Ausbildung als Hotelkauffrau studierte Daniela Behrendt in Berlin an der Humboldt Universität und der Freien Universität Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Organisation und Führung sowie Personalmanagement. Umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Personalberatung und –entwicklung gewann sie durch ihre langjährige Tätigkeit im Personalbereich der Daimler AG. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren die Durchführung von Potenzialanalysen, Assessement und Development Centern, die Konzeption von Personalentwicklungsprogrammen für High Potentials und Führungskräfte sowie die Steuerung internationaler Mitarbeitereinsätze. Seit 2009 arbeitet Frau Behrendt als selbständige Beraterin für Personal-und Organisationsentwicklung für mittelständische Unternehmen. Dabei steht sie ihren Kunden als HR-Generalist für klar umrissene Aufgaben zeitlich befristet zur Verfügung. Sie unterstützt und begleitet im Tagesgeschäft, bei der Konzeption und Umsetzung moderner HR-Strategien und -instrumente sowie der Planung und Steuerung von HR-Projekten. Als Dozentin für Personalmanagement ist es ihr ein besonderes Anliegen, die Studierenden für Chancen und Herausforderungen der Personalarbeit zu begeistern, ihre Kompetenzen fachspezifisch auszubauen und sich so neue Karrieremöglichkeiten zu erschließen. Ihre Schwerpunkte liegen in den Themenfeldern Personalauswahl, Personalentwicklung und Führung.
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