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25. Juni 2019 | von Prof. Dr. Torsten Spandl

Ein gutes Profil bei LinkedIn

Zum Start ist es wichtig für LinkedIn zu unterscheiden, ob ich einen Premiumaccount brauche oder mit dem Basisaccount arbeiten kann. Und bei LinkedIn ist es sehr unterschiedlich zu dem Netzwerk XING. Ich brauche eigentlich zum Start in der Regel keinen Premiumaccount. Zudem ist der Premiumaccount bei LinkedIn deutlich teurer, als er das bei XING ist. In der Regel reicht es für die meisten Mitglieder aus, einen Basisaccount zu nutzen. Und auch bei den Geschäftszahlen von LinkedIn zeigt sich, dass LinkedIn eher das Geld über Unternehmenskontakte verdient und weniger über die Premiumkontakte oder Premiumprofile, die Nutzer hinterlegen. Der Basisaccount bei LinkedIn ist ausreichend, um einen guten Start hinzulegen. 

 

Und eigentlich gelten im Allgemeinen die gleichen Gesetze, die für alle Social Media-Profile gelten. Aktualität ist das A und O. Habe ich ein gepflegtes Profil? Habe ich regelmäßige Updates? Sorge ich dafür, dass meine Kontaktdaten und Informationen à jour sind? Dann ist das schon die halbe Miete. Deswegen sind die Aktualität, das regelmäßige Nutzen von LinkedIn, das regelmäßige Kontaktieren der eigenen Seite, um zu schauen, ob alles okay ist – das ist der Start, um ein gutes Profil zu haben. Dann ergänzend natürlich das Thema des Bildes. Ich brauche ein attraktives Bild, kann ebenfalls das Hintergrundbild anpassen. Und schaffe es so, einen guten Einstieg auf meine Profilpage auch sicherzustellen. Dann natürlich jede eigene Berufsstation gut aufgeführt. Hier bei LinkedIn die Möglichkeit jede Berufsstation mit eigenen Portfoliodaten auch zu hinterlegen. Heißt übersetzt: Ich kann zu jedem einzelnen Berufszeitpunkt, den ich gemacht habe, auch entsprechende Arbeitsnachweise, entsprechende Links, entsprechende Bilder dazupacken und kann so mein Profil deutlich aufwerten und auch viel mehr Erfahrung zeigen, als es bei einem klassischen Profil für alle Themen dort möglich gewesen ist. Zudem – grad auch zum Einstieg recht interessant – kann ich neben der Darstellung meiner Berufsposition mein Profil auch mit einem Slogan einleiten. Wenn ich nicht möchte, das LinkedIn automatisch meine aktuelle Berufsstation als Profiltext zeigt, kann ich das ersetzen durch den aktuellen Slogan. Zum Beispiel durch eine Charakterisierung, die ich mir gerne geben möchte, die einfach zeigt: Wofür stehe ich? Was können Ansprechpartner erwarten? Und warum macht es Sinn, das Netzwerk mit mir aufzubauen? Und ein großer Aspekt, der bei LinkedIn auch Relevanz besitzt, die bei anderen Netzwerken so nicht transportiert wird: das Thema Skills und Endorsement. Skills und Endorsement heißt: Was sind meine Fähigkeiten, die ich habe. Und diese Fähigkeiten suche ich mir aus einer Liste an Aspekten aus. Natürlich klassische Schlagwortlisten, die mir helfen, meine Fähigkeiten in bestimmten Strukturen zu beschreiben. Aber das Interessante ist, dass Kontakte von mir, diese Skills und Endorsements bestätigen können. Das heißt, wenn ich sage „Ich stehe für ein Thema XY“ und meine Kontakte sehen, dass ich das in meinem Profil entsprechend dokumentiere, können das meine Kontakte entsprechend bestätigen und sagen: „Ja, genauso ist es.“ Und können das sogar noch ergänzen über ein Kommentarfeld, was den Skill entsprechend aufwertet. Das zeugt von einer starken Fokussierung auf die Fähigkeiten der einzelnen Profildaten, die sich dahinter befinden. Und so kann ich auch mein Netzwerk einladen, mich zu unterstützen, das Profil aufzuwerten. Und darüber auch zu sorgen, dass mein Profil aufgewertet wird. Dass mein Profil besser auffindbar wird und meine Kompetenzen sich ins richtige Licht rücken lassen.

 

Deswegen LinkedIn – unterschiedliche Möglichkeiten, die ich nutzen kann im Vergleich zu anderen Netzwerken, die mir aber auch sehr schön eine attraktive Präsentation meines Profils ermöglichen, um mich so insbesondere in einem globalen Kontext in einer Form zu präsentieren, wie ich möchte, wie mich internationale Kontakte und mittlerweile auch deutsche Kontakte sehen können. 

 

Prof. Dr. Torsten Spandl, Studienbriefautor der Deutschen Akademie für Management

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Prof. Dr. Torsten Spandl
Studium an den Universitäten Regensburg (D), der Aston Business School (GB) und der Wirtschaftsuniversität Wien (A), Promotion am Institut für Handel und Marketing an der Wirtschaftsuniversität Wien. Langjährige Tätigkeit in Marketing und Vertrieb, u. a. für die Otto Group, seit 2011 Engagement in der wissenschaftlichen Ausbildung, seit 2012 Dozent für Marketing und Vertrieb an der Fachhochschule für die Wirtschaft in Hannover. Lehr- und Forschungsschwerpunkte: Vertriebsstrategien (insbesondere E-Business), Vertriebs-Personalführung, Forschungs- und Beratungsschwerpunkte: Allgemeine Marketing- und Vertriebsfragen, Handelsfragestellungen, E-Commerce sowie Franchisewirtschaft. (Quelle: Impressum des Studienbriefs) Prof. Dr. Torsten Spandl hat außerdem mehrere Artikel, unter anderem zum Dreiklang der Führung: der AFV-Ansatz im ManagementJournal verfasst.
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