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4. März 2021 | von Elmar Stein

Homeoffice oder mobiles Arbeiten?

Homeoffice und mobiles Arbeiten werden oftmals synonym benutzt; jedoch sind die beiden Begriffe keine Synonyme sondern unterscheiden sich im Detail. Von Homeoffice wird gesprochen, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsleistung nicht innerhalb des Unternehmens, sondern zu Hause erbringen. Dies ist normalerweise an einem Arbeitsplatz zu Hause vorgesehen – unter Sicherstellung der Einhaltung der Arbeitsplatzausgestaltung. Wichtig ist, dass unter Homeoffice ein fester Arbeitsplatz an einem bestimmten Ort verstanden wird. Von mobilem Arbeiten hingegen wird gesprochen, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter den Ort der Erbringung der Arbeitsleistung frei wählen kann. Dies kann der heimische Arbeitsplatz sein, muss es aber nicht. Die Arbeitsleistung kann auch auf der Couch zu Hause, im Garten, in einem anderen Haushalt, oder sogar einer Ferienwohnung erbracht werden.

Aus dem Unterschied der beiden Möglichkeiten wird schnell ersichtlich, dass mobiles Arbeiten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Freiraum lässt. Die Frage ist, ob und inwieweit Sie die Freiheiten des Personals einschränken müssen. Ist beispielsweise zu erwarten, dass jemand regelmäßig oder gelegentlich am Unternehmenssitz persönlich erscheinen muss, dann dürfte die Entscheidung eher zu Gunsten des Homeoffice ausfallen, wenn ein persönliches Erscheinen jedoch nicht oder nur sehr selten und planbar notwendig ist, spricht eigentlich nichts gegen die größere Freiheit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

 

Elmar Stein

Elmar Stein
Elmar Stein promoviert derzeit im Bereich systemisch-strategisches Personalmanagement. Er hat einen amerikanischen Master in Human Resource Management (mit Schwerpunkt Organisationsstrategie) und ist Gymnasiallehrer (für Englisch und Politikwissenschaften). Er ist Absolvent der DAM im Lehrgang Geprüfte/r Personalmanager/in.
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