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7. Dezember 2020 | von Elmar Stein

„Ihre Kündigung haben wir erwartet“

Mitzuteilen, dass man kündigt ist in vielen Fällen keine leichte Angelegenheit. Vor allem unter Einhaltung der Kündigungsfrist müssen beide Seiten, diejenige beziehungsweise derjenige der kündigt und das Unternehmen noch mehrere Monate weiter zusammenarbeiten. Für die weitere Zusammenarbeit kann sich eine negative Stimmung ergeben, die sich auch auf die Arbeit und die erzielten Ergebnisse auswirken kann.

Nicht so bei folgendem Beispiel: Nachdem die Kündigung vorgelegt und mitgeteilt wurde, dass diese nicht aus persönlichen Gründen, sondern deshalb erfolgt, damit eine große Chance bei einem anderen Unternehmen genutzt werden kann und es nach so langer Zeit auch einer Veränderung bedarf, erfolgte eine Reaktion, die nicht zu erwarten war. „Wir haben mit Ihrer Kündigung schon gerechnet, weil wir wissen, dass Sie in anderen Unternehmen viele Möglichkeiten haben, die wir Ihnen als eher kleineres Unternehmen nicht bieten können. Uns hat es eher gewundert, dass Sie so lange bei uns geblieben sind. Wir hoffen aber bis zum Ende Ihrer Tätigkeit bei uns, dass Sie gemeinsam mit uns einen Nachfolger finden und diesen einarbeiten.“ Auch aufgrund dieser Aussage blieb das Arbeitsverhältnis beider Seiten bis zum Ende sehr positiv.

Elmar Stein

Elmar Stein
Elmar Stein promoviert derzeit im Bereich systemisch-strategisches Personalmanagement. Er hat einen amerikanischen Master in Human Resource Management (mit Schwerpunkt Organisationsstrategie) und ist Gymnasiallehrer (für Englisch und Politikwissenschaften). Er ist Absolvent der DAM im Lehrgang Geprüfte/r Personalmanager/in.
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