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30. Oktober 2014 | von David Gnandt

Kommunikationsmanagement im Marketingmix von Hochschulen

Mit Facebook, Twitter und Co betreiben wir fast schon selbstverständlich Werbung für die eigene Person, haben aber Probleme, für unsere Arbeitsgruppen an den Hochschulen richtig Marketing zu betreiben. Wie wichtig aktives Marketing für die eigene Arbeitsgruppe ist, ist bei vielen Hochschullehrern noch nicht angekommen. Es fehlt die Fachkenntnis, Marketing systematisch anzugehen.1
Genauso wie Laborversuche oder eine Vorlesung vorbereitet werden müssen, bedarf es bei der Marketingkommunikation zunächst einer guten Planung und der richtigen Instrumente. 2,3 Den Beteiligten muss klar sein, was sie sagen wollen und warum.4 Soll es reine Information sein oder wollen sie Gelder und potentielle Mitarbeiter und Studenten werben? Je nach Antwort suchen sie die passenden und Methoden und Konzepte aus.5 Die besondere Herausforderung für Hochschulen besteht darin, dass die Arbeitsgruppen meist ein überschaubares Budget haben, in dem Marketing oft nicht mit einbezogen wurde. Marketingkommunikation soll also möglichst günstig sein, die Zielgruppe aber präzise treffen. Richtigerweise realisieren viele dies durch den Besuch von Fachtagungen – denn dort treffen sich Aussteller und Zielgruppe eines Fachgebiets. 6,7Sie verknüpfen dabei verschiedene Kommunikationskanäle wie das persönliche Gespräch, eine Posterpräsentation und die eigene Homepage. Eine Ankündigung des Besuchs der Fachtagung auf der Homepage gehört auch unbedingt dazu.8 Eine Fachtagung mit klarer Zielsetzung und Konzeption sowie einer datengestützte Reflexion anzugehen mag ungewohnt sein, hilft aber dabei, den Tagungserfolg besser beurteilen zu können und zukünftige Tagungen effizienter zu gestalten.
Im weltweiten Wettbewerb um Gelder, Nachwuchsforscher und Forschungsthemen darf man die Augen vor aktiver Kommunikation zu Marketingzwecken an Hochschulen daher nicht verschließen.
 

 1 vgl. Voss, R., (2007) S. 125.
 2 vgl. Meffert, H., et al. (2008) S. 638.
 3 vgl. Homburg, C. (2012) S. 748.
 4 vgl. Kotler, P., et al. (2007) S. 656.
 5 vgl. Meffert, H., et al. (2008) S. 637ff.
 6 vgl. Bode, J., et al. (2008) S. 128.
 7 vgl. Homburg, C. (2012) S. 815.
  8 vgl. Bode, J., et al. (2008) S. 75.

David Gnandt
David Gnandt war nach dem Diplom in Chemie als Laborleiter der Rohstoffkontrolle bei Solvay Acetow in der Qualitätssicherung tätig. 2014 schloss er an der DAM den Lehrgang Marketingmanagement erfolgreich ab. Gegenwärtig ist er akademischer Mitarbeiter an der Universität Freiburg.
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