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2. Juli 2024 | von Anika Rosche

Outstaffing statt Outsourcing

Haben Sie schon einmal von Outstaffing gehört? Outsourcing ist gemeinhin bekannt als die Verlagerung eines konkreten Projektes oder Auftrags an ein anderes Unternehmen. Beim Outstaffing werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vornehmlich im Ausland entweder als Freelancer oder Angestellte beschäftigt.

Der anhaltende Fachkräftemangel stellt für die deutsche Wirtschaft eine große Herausforderung dar, die innovative Lösungsansätze erfordert. Insbesondere in Bereichen wie der IT oder dem Verlagswesen, wo digitale Aufgaben problemlos ausgelagert werden können, erweist sich dieses Modell als äußerst effektiv. Durch die Verlagerung von Arbeitsleistungen ins Ausland können zudem Kosten eingespart werden, da die Löhne an vielen internationalen Standorten niedriger sind als in Deutschland.

Der Trend des Outstaffings zeichnet sich absehbar ab und dürfte sich in Zukunft weiter verstärken, insbesondere bei einfachen oder standardisierbaren digitalen Dienstleistungen. Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass dieses Modell nicht für alle Branchen oder Berufe geeignet ist. In Bereichen wie der Pflege, dem Erziehungsbereich, dem Handwerk oder dem Baugewerbe, wo es einen großen Bedarf an Fachkräften gibt, die nicht im Ausland gefunden werden können, bleibt die Gewinnung von Mitarbeitern im Inland und die gezielte Migration eine wichtige Strategie zur Besetzung offener Stellen.

Insgesamt zeigt sich, dass innovative Ansätze wie das Outstaffing neue Wege in der Personalbeschaffung eröffnen und Unternehmen dabei helfen können, den Herausforderungen des Fachkräftemangels erfolgreich zu begegnen.

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Anika Rosche
Anika Rosche hat Medienwirtschaft studiert, eine Ausbildung zur Verlagskauffrau absolviert sowie Zertifzierungen als Personal- und Projektmanagerin abgeschlossen. Sie ist Geprüfte Personalmanagerin (DAM) und arbeitet als HR Director Holding.
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