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8. März 2022 | von Dipl.-Sozialwissenschaftler (Univ.) Matthias Matlachowski

Projektteam-Phasen | Projektmanagement, Folge 4

Herzlich willkommen zur vierten Folge des Podcasts zum Thema „Projektmanagement“.

Der Podcast besteht aus sieben Teilen. Heute im vierten Teil will ich Ihnen die idealtypischen Phasen der Entwicklung in einem Projektteam vorstellen.

Wenn Sie ein Team zusammenstellen für ein Projekt oder eine regelhafte Aufgabe, dann werden Sie nicht gleich bei der Zusammenstellung ein arbeitsfähiges Team vor sich haben. Egal, wie viel Sorgfalt Sie auf die Auswahl der Mitglieder in Ihrem Team legen.

Ein Team ist zuallererst einmal eine Ansammlung von einzelnen Personen, die alleine durch die Ansammlung noch nicht zu einem effektiven und aufeinander abgestimmten Team werden.

Bruce Tuckman hat nun fünf Phasen der Teamentwicklung im idealtypischen Fall herauskristallisiert.

Diese sind:

  • Forming – die Phase der Orientierung
  • Storming – die Phase der Konfrontation und des Machtkampfes
  • Norming – die Organisationsphase
  • Performing – die Leistungsphase und
  • Adjourning – die Auflösungsphase

Wichtig, nach der Theorie von Tuckman, ist nun, dass alle diese Phasen bedeutsam sind für die Entwicklung eines arbeitsfähigen und stabilen Teams. Erst dann, wenn ein Kennenlernen und erste Eindrücke in der Forming-Phase gesammelt werden konnten, kann in der Phase des Stormings ein Aneinanderreiben stattfinden, das durch wichtige Konflikte geprägt ist. Dem Storming folgt die Phase der Organisation. Nun werden Strukturen, Normen, Umgangsformen und Routinen implementiert und von allen getragen. Und erst danach erreicht das Team die Phase seiner größten Leistung: die Performing-Phase. In der Regel sollte diese Phase die bei weitem längste Phase in der Teamentwicklung sein, da hier die eigentlichen Ergebnisse, das produktive Miteinander erreicht wird. Nicht zu vergessen ist die anschließende Trennungs- oder Adjourning-Phase. Denn auch ein ordentliches Auseinandergehen ist für ein Team sehr wichtig.

Sollte es zu Störungen in einer Phase kommen, kann es sein, dass die vorherige erneut erst erfolgreich durchlaufen werden muss, um auf diese stabile Basis aufbauend die nächste der fünf Phasen zu erreichen.

In der Begleitung eines Teams ist es sehr wichtig, diese idealtypischen Phasen zu kennen und phasengerecht Unterstützung und Begleitung des Teams einzubringen.

Gerne ausführlicher nachlesen können Sie zu diesen und weiteren Methoden des Projektmanagements im Modul 1351.

Beste Grüße
Ihr Matthias Matlachowski

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „Projektmanagement“.

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Dipl.-Sozialwissenschaftler (Univ.) Matthias Matlachowski
Matthias Matlachowski ist 1976 geboren und hat Sozialwissenschaften im Diplomstudiengang an der Leibniz Universität in Hannover studiert und mit Diplom abgeschlossen. Neben den Kerndisziplinen Soziologie, Sozialpsychologie und Politische Wissenschaften hat er sein Studium um die Nebenfächer Betriebswirtschaftslehre und Non-Profit-Management ergänzt. Schon während seinem Studium konnte er berufsrelevante Erfahrungen in den Bereichen Coaching, Unternehmensberatung und Projektmanagement sammeln. Nachdem er unter anderem für das Niedersächsische Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales ein Projekt zur aktiven Sozialpolitik begleitet sowie für das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung ein Modellprojekt zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und Altenhilfeplanung selbst geleitet hat, arbeitete er für die Diakonie in Schweinfurt im Geschäftsbereich Altenhilfe und leitete mehrere Altenpflegeeinrichtungen und ein Bildungsinstitut. Aktuell ist er als Regionalgeschäftsführer bei Malteser Wohnen & Pflegen gGmbH in der Verantwortung für Süddeutschland. Ehrenamtlich ist er stellv. Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Bayern e.V. Zudem hat er Erfahrungen in der Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen. Es ist sein Anspruch, für sich und andere die Praxiserfahrungen mit der Theorie zu verbinden und er freut sich darauf, alle Teilnehmenden individuell zu begleiten.
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