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25. April 2024 | von Anika Rosche

Qualifizierungsgeld als neue Chance

Ab dem 1. April bietet die Bundesregierung die Einführung eines Qualifizierungsgeldes, um Betriebe und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Weiterbildung zu unterstützen. Die Initiative umfasst eine Finanzierung von über drei Milliarden Euro und zielt darauf ab, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die möglicherweise ihren Job verlieren könnten, die Möglichkeit zu geben, sich durch Fortbildungen weiterzuentwickeln und ihre Position im Unternehmen zu behalten.

Arbeitgeber können die Förderung online beantragen, müssen jedoch bestimmte Kriterien erfüllen, wie zum Beispiel einen nachgewiesenen Qualifizierungsbedarf unter der Belegschaft. Die Fortbildung muss mindestens 120 Stunden dauern und kann in Teilzeit oder berufsbegleitend absolviert werden. Darüber hinaus müssen die Bildungsträger, die die Weiterbildung anbieten, zertifiziert sein.

Das Qualifizierungsgeld wird als Lohnersatzleistung gewährt, wobei die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des Nettogehalts für die Dauer der Weiterbildung auszahlt. Für Eltern erhöht sich dieser Betrag auf 67 Prozent. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bleiben während der Fortbildung im Unternehmen und werden auf neue Aufgaben vorbereitet, was ihnen eine neue berufliche Perspektive eröffnet und vor drohender Arbeitslosigkeit schützt.

Die Einführung dieses Geldes ist Teil einer Anpassung des Aus- und Weiterbildungsgesetzes, das laut Ministeriumsangaben aus dem Haushalt der Bundesagentur für Arbeit finanziert wird und im Jahr 2024 etwa 3,3 Milliarden Euro beträgt.

Es gibt keine Beschränkung des Qualifizierungsgeldes auf bestimmte Branchen, da fast alle Branchen und Betriebe von einem Strukturwandel betroffen sind. Allerdings gibt es auch Kritik seitens der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die Bedenken hinsichtlich der Komplexität des Systems und der Einschränkung der Nutzung auf größere Unternehmen äußert.

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Anika Rosche
Anika Rosche hat Medienwirtschaft studiert, eine Ausbildung zur Verlagskauffrau absolviert sowie Zertifzierungen als Personal- und Projektmanagerin abgeschlossen. Sie ist Geprüfte Personalmanagerin (DAM) und arbeitet heute als Projekt Manager People & Culture bei einem Medienkonzern (TV).
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