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22. März 2022 | von Dipl.-Sozialwissenschaftler (Univ.) Matthias Matlachowski

Risikomanagement | Projektmanagement, Folge 5

Herzlich willkommen zur fünften Folge des Podcasts zum Thema „Projektmanagement“.
Der Podcast besteht aus sieben Teilen. Heute im fünften Teil will ich Ihnen eine kurze Einführung geben in die Möglichkeiten und die Bedeutung eines aktiven Risikomanagements im Projektumfeld.

Ein aktives Risikomanagement kann im Projektumfeld aus drei wesentlichen Schritten bestehen. Nämlich aus 1. der Risikoerkennung. 2. der Risikobewertung und ganz wichtig als 3. Schritt der Risikoabwehr.

Im ersten Schritt ist es natürlich wichtig, sich an möglichen Schablonen zu orientieren und den Fokus zu weiten für mögliche Risikofelder. Hier spielen Risiken des Projektes wie bspw. fehlende Projektmanagementkompetenz oder fehlendes Fachwissen ebenso eine Rolle wie bspw. Planungsrisiken wie unvollständige oder zu eng gefasste Ziel- und Zeitplanungen. Aber auch im Projektumfeld finden sich oftmals Risiken wie Mitbewerber, rechtliche Risiken oder bspw. kulturelle oder Akzeptanzprobleme.

Nach der Identifikation folgt der zweite Schritt. Der Schritt der Risikobewertung. Diese kann bspw. tabellarisch erfolgen, indem man in Spalten die Risikoart, das Risiko als solches, eine Bewertung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß sowie Maßnahmen zur präventiven und kompensierenden Risikoreduktion zuordnet. Das kann in Worten nach bekannten Skalen wie „niedrig, mittel und hoch“ stattfinden oder in Zahlenskalen. Unabhängig davon schließt sich oft die Matrixdarstellung in einem Koordinatensystem an. Dort werden die Risiken nach Schadensausmaß bspw. auf der x- und Eintrittswahrscheinlichkeit auf der y-Achse abgebildet. Und wie Sie bspw. aus der Stakeholderanalyse ebenfalls wissen, lassen sich Risiken dann clustern. Und zwar in eher problemlose Bereiche, die ein sehr geringes Schadensausmaß haben und gleichzeitig auch eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit. Viel entscheidender für die Betrachtung ist der andere Pool, nämlich der der Risiken im hochriskanten Bereich mit einem sehr hohen Schadensausmaß bei gleichzeitiger sehr hoher Eintrittswahrscheinlichkeit. Gerade in diesem Fall sind kompensierende Maßnahmen unabdingbar.

Gerne ausführlicher nachlesen können Sie zu diesen und weiteren Methoden des Projektmanagements im Modul 1351.

Beste Grüße
Ihr Matthias Matlachowski

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „Projektmanagement“.

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Dipl.-Sozialwissenschaftler (Univ.) Matthias Matlachowski
Matthias Matlachowski ist 1976 geboren und hat Sozialwissenschaften im Diplomstudiengang an der Leibniz Universität in Hannover studiert und mit Diplom abgeschlossen. Neben den Kerndisziplinen Soziologie, Sozialpsychologie und Politische Wissenschaften hat er sein Studium um die Nebenfächer Betriebswirtschaftslehre und Non-Profit-Management ergänzt. Schon während seinem Studium konnte er berufsrelevante Erfahrungen in den Bereichen Coaching, Unternehmensberatung und Projektmanagement sammeln. Nachdem er unter anderem für das Niedersächsische Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales ein Projekt zur aktiven Sozialpolitik begleitet sowie für das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung ein Modellprojekt zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und Altenhilfeplanung selbst geleitet hat, arbeitete er für die Diakonie in Schweinfurt im Geschäftsbereich Altenhilfe und leitete mehrere Altenpflegeeinrichtungen und ein Bildungsinstitut. Aktuell ist er als Regionalgeschäftsführer bei Malteser Wohnen & Pflegen gGmbH in der Verantwortung für Süddeutschland. Ehrenamtlich ist er stellv. Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Bayern e.V. Zudem hat er Erfahrungen in der Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen. Es ist sein Anspruch, für sich und andere die Praxiserfahrungen mit der Theorie zu verbinden und er freut sich darauf, alle Teilnehmenden individuell zu begleiten.
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