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8. Januar 2018 | von Elmar Stein

Schlechte Performance steckt an!

Ein Bekannter erzählte mir vor einiger Zeit von einem neuen Kollegen, der – wie er sagte – nicht gerade der fleißigste und engagierteste sei. Er fügte hinzu, dass dieser sich nicht an Absprachen und Deadlines halte sowie insgesamt von der Arbeitseinstellung her nicht ins Team passe. Nach kurzer Zeit berichtete er mir, dass das Arbeiten und die erzielten Ergebnisse sich negativ verändert hätten, seitdem der neue Kollege im Team sei und dies bereits dem Management aufgefallen sei. Kurze Zeit später erzählte mir der Bekannte, dass der „neue“ Kollege nun nicht mehr im Unternehmen tätig ist und sich die Leistung des Teams danach wieder deutlich verbessert hat. Neben der mangelnden Arbeitseinstellung des ehemaligen Kollegen wurde vom Management und im Nachhinein auch vom Team selbst erkannt, dass dieser die Leistungsbereitschaft aller negativ beeinflusst hatte. Dies lag vor allem daran, dass er trotz diesem Verhalten zunächst keine negativen Auswirkungen zu spüren bekam und sich im Team so unbewusst die Einstellung verbreitete, dass eine geringere Leistung vom Management akzeptiert werde.
Fazit: Als Manager/in sollten Sie sich bewusst sein, dass eine schlechte Performance ansteckend ist und sich auf andere auswirkt, da diese vermuten könnten, dass eine geringere Leistung ausreichend ist. Als Manager/in sollten Sie daher stets ein Auge auf die Leistung und Einsatzbereitschaft aller haben – auch um das Arbeitsklima im Team aufrecht zu erhalten.

Elmar Stein

Elmar Stein
Elmar Stein promoviert derzeit im Bereich systemisch-strategisches Personalmanagement. Er hat einen amerikanischen Master in Human Resource Management (mit Schwerpunkt Organisationsstrategie) und ist Gymnasiallehrer (für Englisch und Politikwissenschaften). Er ist Absolvent der DAM im Lehrgang Geprüfte/r Personalmanager/in.
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