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25. August 2016 | von Simon Hagemann

Sich der eigenen Stärken bewusst sein. Kulturmanager in der freien Wirtschaft

Durch die schwierige Arbeitsmarktsituation und dem starken Konkurrenzdruck befinden sich Kulturmanager gegenüber potentiellen Arbeitgebern, aber auch ihrem sozialen Umfeld, in einem notorischen Rechtfertigungs- und Tiefstapler-Modus. Trotz des Wissens um diese Situation kümmern sich Universitäten oft nur unzureichend um das Aufzeigen von beruflichen Alternativen neben der klassischen wissenschaftlichen Karriere und das Benennen der erlernten Stärken. Dabei besitzen Sie von diesen nicht allzu wenige, nur sind sie Ihnen vielleicht noch gar nicht bewusst oder Sie halten sie für selbstverständlich:
Vor allem Fähigkeiten wie z.B. strukturiertes Recherchieren sowie Ihre durch Vorträge, Referate, Kolloquien u.v.m. erworbene Eloquenz befähigen Sie für Jobs mit direktem Kunden- bzw. Mitarbeiterkontakt. Eine gewissenhafte, mit Geduld und Beharrlichkeit durchgeführte Recherche ist der Grundbaustein jeder Akquise und wird Sie schnell auch in einem neuen Umfeld zu einem kompetenten Ansprechpartner machen. Trauen Sie sich ruhig in einem Gespräch zu sagen: „Da muss ich mich erst schlau machen!“ Ihr Erfolg wird durch eine solche Vorgehensweise nachhaltiger und damit letztendlich zeitsparender sein, da Sie nicht das Blaue vom Himmel versprechen, nur um später wieder einen Rückzieher machen zu müssen. Das verärgert einen Kunden mehr, als eine Stunde später und dafür nun mit den gewünschten Informationen zurückgerufen zu werden.
Anders als bei den Natur- und Wirtschaftswissenschaften erlaubt uns die Geisteswissenschaft neben dem Prinzip Verifikation/Falsifikation einen Interpretationsspielraum, welcher wiederum zu einer in Kolloquien, Referatsbesprechungen und Onlineforen ausgetragenen stärkeren Streitkultur führt und deshalb Eigenschaften wie Diplomatie und Teamfähigkeit fördert.
Merken Sie etwas? Geduld, Struktur, Eloquenz, Teamfähigkeit und Diplomatie sind Eigenschaften, welche Sie für Führungspositionen befähigen, während die DAM-Weiterbildung Ihnen hilft, Ihre inhaltliche und methodische Kompetenz schneller und gezielter auszubauen. Durch das vermittelte wirtschaftliche Grundwissen verbreitern Sie Ihr Jobspektrum merklich und zeigen Ihrem potentiellen Arbeitgeber Ihre Bereitschaft zur Umorientierung und ständiger Weiterbildung. Wagen Sie ruhig den Schritt in die freie Wirtschaft, durch die in Ihrer Aus- und Weiterbildung erworbenen und gefragten Kenntnisse wird es kein Sprung in Eiswasser sein.

 

Simon Hagemann
Simon Hagemann arbeitete als Historiker an der UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch sowie im Badischen Landesmuseum Karlsruhe in der Kulturvermittlung. Auch durch den Lehrgang zum Geprüften Kulturmanager (DAM) inspiriert arbeitet er nun als Sales Manager bei einem mittelständischen Lehrmittelhersteller.
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