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22. Februar 2022 | von Dipl.-Sozialwissenschaftler (Univ.) Matthias Matlachowski

Stakeholderanalyse | Projektmanagement, Folge 2

Herzlich willkommen zur zweiten Folge des Podcasts zum Thema „Projektmanagement“.
Der Podcast besteht aus sieben Teilen. Heute im zweiten Teil will ich Ihnen die Stakeholderanalyse als eine Methode des Projektmanagements vorstellen.

Als Stakeholder wird eine Person oder Gruppe bezeichnet, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes hat. In der Betriebswirtschaftslehre wird Stakeholder als „Anspruchsgruppe“ übersetzt.

In der Praxis werden Stakeholder verschiedenen Kategorien zugeordnet wie bspw. interne, externe und verbundene Stakeholder. Als interne Stakeholder bezeichnet werden dabei bspw. Mitarbeitende, Eigentümer oder Manager. Unter verbundene Stakeholder fallen bspw. Lieferanten oder Banken und Anteilseigner und zu den externen Stakeholdern können zählen bspw. die Gesellschaft, Behörden und Verbände.

Bei einer Stakeholderanalyse sollen nach einem Schritt aus vier Punkten Stakeholder
1. Identifiziert werden,
2. deren Beziehung und Stellung dem Projekt gegenüber dargestellt werden,
3. die Interpretation und Analyse (bspw. nach Macht und Einfluss sowie Betroffenheit) stattfinden um dann in Punkt
4. geeignete Maßnahmen im Umgang mit den jeweiligen Stakeholdern festzuhalten.

Das Ergebnis kann dann bspw. eine tabellarische Auflistung der einzelnen Stakeholder sein, die bewertet wird in den Spalten „Einstellung dem Projekt“ gegenüber und der Spalte „Einfluss dem Projekt gegenüber“ sowie „Betroffenheit“. Sehr gut kann man die gewonnenen Erkenntnisse dann auch in ein Koordinatensystem übertragen, um eine Matrix zu erstellen, in der Stakeholder bspw. auch gut geclustert werden können. Das Ergebnis sind dann bspw. Gruppen wie „Statisten“, die wenig Macht und Einfluss haben und gleichzeitig auch wenig betroffen sind. Vor allem aber der Gruppe der „Aktivisten“ gegenüber, also derjenigen, die große Macht dem Projekt gegenüber haben und gleichzeitig sehr betroffen sind, gilt die Aufmerksamkeit bei der Suche nach Maßnahmen der weiteren Einbindung und Kommunikation.

So kann mit der Methode des aktiven Stakeholdermanagements durchaus mit gelungenen Methoden der eine oder andere Gegner zum Befürwortet oder Botschafter entwickelt werden.

Gerne ausführlicher nachlesen können Sie zu diesen und weiteren Methoden des Projektmanagements im Modul 1351.

Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „Projektmanagement“.

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Dipl.-Sozialwissenschaftler (Univ.) Matthias Matlachowski
Matthias Matlachowski ist 1976 geboren und hat Sozialwissenschaften im Diplomstudiengang an der Leibniz Universität in Hannover studiert und mit Diplom abgeschlossen. Neben den Kerndisziplinen Soziologie, Sozialpsychologie und Politische Wissenschaften hat er sein Studium um die Nebenfächer Betriebswirtschaftslehre und Non-Profit-Management ergänzt. Schon während seinem Studium konnte er berufsrelevante Erfahrungen in den Bereichen Coaching, Unternehmensberatung und Projektmanagement sammeln. Nachdem er unter anderem für das Niedersächsische Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales ein Projekt zur aktiven Sozialpolitik begleitet sowie für das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung ein Modellprojekt zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und Altenhilfeplanung selbst geleitet hat, arbeitete er für die Diakonie in Schweinfurt im Geschäftsbereich Altenhilfe und leitete mehrere Altenpflegeeinrichtungen und ein Bildungsinstitut. Aktuell ist er als Regionalgeschäftsführer bei Malteser Wohnen & Pflegen gGmbH in der Verantwortung für Süddeutschland. Ehrenamtlich ist er stellv. Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Bayern e.V. Zudem hat er Erfahrungen in der Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen. Es ist sein Anspruch, für sich und andere die Praxiserfahrungen mit der Theorie zu verbinden und er freut sich darauf, alle Teilnehmenden individuell zu begleiten.
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