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13. Juli 2020 | von Anika Földi

Startup mit Betriebsrat – ein Zukunftsmodell?

Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebsrat? In Deutschland sieht die Gesetzeslage vor, dass in Unternehmen ab fünf Beschäftigten ein Betriebsrat gegründet werden soll. Doch insbesondere Startups haben eine solche Struktur nicht und scheuen vor weiteren Auflagen zurück. Denn was bei Startups im Fokus steht ist das Wachstum. Dieses wird mit – meist jungen – motivierten Mitarbeitenden erreicht, die auch bereit sind, über die eigentlich vereinbarte Arbeitszeit hinaus tätig zu werden. Und das häufig für ein nicht marktfähiges Gehalt. Die Motivation, die dahinter steht, ist der Glaube an das Produkt und die Möglichkeit, früh viel Verantwortung übernehmen zu können und damit die Karriereleiter schneller empor klettern zu können als auf dem klassischen Weg in großen Unternehmen. Der Einfluss, den jede und jeder einzelne Mitarbeitende in einem Startup haben kann, ist häufig Anreiz genug. Die Politik hält dagegen, dass Startups allzu oft durch öffentliche Mittel gefördert würden und schlägt vor, dass nur noch Startups mit Betriebsrat zukünftig auf solche Mittel zugreifen können sollten. Es geht vor allem um den Schutz der Mitarbeitenden sowie vergleichbare Gehälter. Es sind sehr unterschiedliche Haltungen, die in dieser Diskussion – aktuell insbesondere in Berlin – aufeinander prallen. Noch hält die kontroverse Auseinandersetzung an, die Zeit wird zeigen, in welche Richtung die Entwicklung in Zukunft geht.

Lesen Sie in der Süddeutschen mehr über die verschiedenen Ansichten.

Anika Földi

Anika Földi
Anika Rosche (geb. Földi) hat Medienwirtschaft studiert, eine Ausbildung zur Verlagskauffrau absolviert sowie Zertifzierungen als Personal- und Projektmanagerin abgeschlossen. Sie ist Geprüfte Personalmanagerin (DAM) und arbeitet heute als Projekt Manager People & Culture bei einem Medienkonzern (TV).
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