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20. September 2016 | von Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer

07: Zielformulierung als Standort- und Reichweitenbestimmung

Kunden, die zu mir kommen, frage ich als erstes nach ihren Zielen. Meistens hake ich konkreter nach, um feinere Antworten zu bekommen: Welche Zustände wollen Sie dringend ändern, weil sie nerven, weil sie das Unternehmen an der Potenzialentfaltung hindern? Und weil die Antworten darauf oft mit unangenehmen Emotionen verbunden sind, frage ich anschließend: Was sind richtig schöne Ergebnisse, die Sie für sich und ihr Unternehmen haben wollen, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen würden? Da dürfen meine Kunden auch hemmungslos egoistisch sein.

Aber wer nur an Gewinnmaximierung oder quantitatives Wachstum denkt, handelt kleinkariert im Vergleich zu jemanden, der Kunden- oder sogar Weltziele vor Augen hat. Wer das Wohl der gesamten Welt untrennbar mit seinem eigenen Wohl im Zusammenhang sieht, hat ein größeres Zuhause, hat ein viel größeres Einfluss- und somit Verantwortungsgebiet als jemand, der nur sein eigenes Wohl, das seiner eigenen Familie, seiner eigenen Firma oder seines Landes im Sinn hat.

Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer
Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer, geboren 1972, studierte nach seiner Ausbildung zum Elektromaschinenmonteur und seiner Arbeit im Kultur-Event-Bereich Wirtschaftskommunikation an der FHTW Berlin (heute htw Berlin). Seit 1991 ist er selbständig zuerst im Vertrieb, dann als Partner einer Design Agentur und Marketingberatung und seit 2012 als Coach. Zwischen 2007 und 2012 übernahm er Lehraufträge an Hochschulen und ist seit 2013 für die Deutsche Akademie für Management tätig. Klaas Kramer ist Autor und Co-Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschienen sind „Besser unternehmen“, „Anleitung zum gesellschaftlichen Aufstieg“ und „Deutschland in der Krise“.
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