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4. Oktober 2016 | von Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer

09: Die Bedeutung der Lieblingszielgruppe

Zielgruppen gehören zum Marketing wie das Wasser zum See. Zielgruppen werden jedoch selten ausreichend spezifisch und unternehmensgerecht definiert. Oft finden wir vage Altersangaben und Einkommensdefinitionen. Menschen kaufen aber nicht, weil sie 68 Jahre alt sind, in einem Einfamilienhaus im Vorort wohnen und 4.850 € Rente erhalten. Sie kaufen, weil sie auf eine spezielle Art ausgeprägte Bedürfnisse haben. Um diese herauszufinden, kann ein Unternehmen ein Marktforschungsinstitut beauftragen, was dann Fokusgruppen, tiefenpsychologische Analysen und mehr anstrengt. Das muss alles nicht verkehrt sein, aber viel zielführender ist es, wenn ein Unternehmen auf eine Kundengruppe spezialisiert ist, mit dessen Bedürfnissen es auf natürliche Weise einzigartig vertraut ist. Und verstehen wir Menschen, die wir nur als nervige Anhängsel eines Geldbeutels betrachten? Eher nicht. Wir verstehen Menschen am besten, wenn wir sie lieben. Aber anstatt krampfhaft zu versuchen, seine Kunden zu lieben, ist es einfacher, sich auf eine Zielgruppe zu konzentrieren, die aus Menschen besteht, die man sowieso liebt.

Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer
Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer, geboren 1972, studierte nach seiner Ausbildung zum Elektromaschinenmonteur und seiner Arbeit im Kultur-Event-Bereich Wirtschaftskommunikation an der FHTW Berlin (heute htw Berlin). Seit 1991 ist er selbständig zuerst im Vertrieb, dann als Partner einer Design Agentur und Marketingberatung und seit 2012 als Coach. Zwischen 2007 und 2012 übernahm er Lehraufträge an Hochschulen und ist seit 2013 für die Deutsche Akademie für Management tätig. Klaas Kramer ist Autor und Co-Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschienen sind „Besser unternehmen“, „Anleitung zum gesellschaftlichen Aufstieg“ und „Deutschland in der Krise“.
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