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20. Dezember 2016 | von Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer

20: Das Menschenbild im Unternehmer

Unternehmer, die der Überzeugung sind, der Mensch sei von Natur aus ein Egoist, der seinen Vorteil auf Kosten seiner Mitwelt sucht, verhalten sich auch dementsprechend: Jedem Geschäftskontakt wird erst einmal misstraut und sie werden versuchen, den anderen zu übervorteilen, aus Angst selbst übervorteilt zu werden. Das kann kurzfristig durchaus eine erfolgreiche Strategie sein. Meiner Erfahrung nach, haben Unternehmer mit einem negativen Menschenbild – das letzten Endes auch mit einem negativen Selbstbild einhergeht – keinen nachhaltigen Erfolg. Sie werden langfristig gemieden, weil keiner von einer Beziehung mit einem solchen Menschen profitiert: weder Kunden, noch Mitarbeiter, auch keine Vermieter und auch keine Investoren.
Ein Unternehmer jedoch, die den Menschen als – zumindest potenzielle – soziale Bereicherung sieht, wird jedem Menschen gegenüber offen sein, das Positive sehen, auf beiderseitigen Profit orientiert sein und somit in langfristig funktionierende vertrauensvolle Beziehungen investieren. Er zieht dem entsprechend auch konstruktiv und lösungsorientiert denkende Menschen an, mit denen man an einem Strang zieht, statt gegeneinander zu kämpfen. 

Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer
Dipl.-Kommunikationswirt Klaas Kramer, geboren 1972, studierte nach seiner Ausbildung zum Elektromaschinenmonteur und seiner Arbeit im Kultur-Event-Bereich Wirtschaftskommunikation an der FHTW Berlin (heute htw Berlin). Seit 1991 ist er selbständig zuerst im Vertrieb, dann als Partner einer Design Agentur und Marketingberatung und seit 2012 als Coach. Zwischen 2007 und 2012 übernahm er Lehraufträge an Hochschulen und ist seit 2013 für die Deutsche Akademie für Management tätig. Klaas Kramer ist Autor und Co-Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschienen sind „Besser unternehmen“, „Anleitung zum gesellschaftlichen Aufstieg“ und „Deutschland in der Krise“.
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