Logo ManagementJournal
11. November 2019 | von Anika Földi

Mit allen Sinnen erleben und Wissen behalten: Personalentwicklung durch Emotionalisierung

Stellen Sie bei Ihren Mitarbeitenden nach dem Besuch von Seminaren signifikante Verhaltensänderungen fest? Falls dies nicht der Fall ist: vielleicht ist die Art des Trainings nicht optimal. Wie sieht ein optimales Training aus? Aus neurowissenschaftlicher Sicht ist eine Kombination aus Seminar- und Umsetzungsphasen essentiell, um gelerntes Fachwissen mit Erfahrungswissen zu verknüpfen. Zudem ist genügend Zeit erforderlich, um neues und vorhandenes Wissen zu verbinden, weshalb Pausen und inhaltlich nicht zu überfrachtete Seminare wichtig sind. Mit der 5-Sinne-Strategie werden aktivitätenbasierte Übungen und reflexorientierte Feedbackphasen abgewechselt, um eine gute Mischung zwischen Emotion und Ratio zu erreichen. Ziel ist, möglichst viele Sinneskanäle anzusprechen, um auch dadurch die Behaltenswahrscheinlichkeit zu erhöhen und jeden Sinnestyp anzusprechen. Diese Sinneserlebnisse sollten auch durch praktische Übungen in den Seminaren ermöglicht werden, zudem ist ein nachgelagerter Erfahrungs- und Wissensaustausch sinnvoll, um den Effekt zu verstärken. Nicht zuletzt muss natürlich für den Seminarteilnehmenden deutlich sein, welchen persönlichen Nutzen er oder sie aus den Seminarinhalten zieht und an welchen Stellen dieses den (Arbeits-)Alltag erleichtern kann. Die Trainer und Trainerinnen können diese Verdeutlichung durch Storytelling und Praxisbeispiele fördern. Denn letztlich ist eine Weiterbildungsmaßnahme nur dann erfolgversprechend, wenn der/die Lernende das neue Wissen tatsächlich anwenden kann, weil es praxisrelevantes Wissen für ihn oder sie ist.

Lesen Sie mehr im Humanresourcesmanager.

Anika Földi

Anika Földi
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner