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8. Oktober 2015 | von Anika Földi

Soziale Netzwerke in der Rekrutierung

Soziale Netzwerke, Blogs, Foto- und Videosharingportale, Smartphones, Apps – all dies gehört inzwischen zu unserem Alltag. Für die meisten ist ein Leben ohne soziale Netzwerke und Internet nahezu unvorstellbar geworden – das Mobilgerät ist immer dabei, um stets up to date zu sein.

Dieses veränderte Mediennutzungsverhalten wirkt sich auch auf den Alltag in deutschen Unternehmen aus. Das Diensthandy wurde durch ein Smartphone ersetzt, Unternehmen haben nicht nur eine Webseite, sondern auch Fanpages in sozialen Netzwerken und vielleicht sogar eine eigene App. Likes und Fans sind zu wichtigen Messgrößen geworden, die als Indikator für die Beliebt- und Bekanntheit herangezogen werden.

Auch vor dem Personalmanagement macht diese Entwicklung nicht halt: Neben dem allgemeinen Auftritt Ihres Unternehmens in sozialen Netzwerken ist eine eigene Fanpage zum Thema „Karriere“ empfehlenswert. Sie bietet folgende Chancen für die Rekrutierung:

  • Attraktivität und Wahrnehmung: Sie machen eine hohe Anzahl Nutzer und damit potenzieller Bewerber durch kreative Aktionen auf sich aufmerksam. Denkbar ist ein wöchentliches Quiz, das inhaltlich auf Ihre Unternehmenstätigkeit abstellt oder eine Fotostory, in der ein Praktikant/Azubi/Trainee einen Tag lang seine Tätigkeit dokumentiert und kommentiert. Mit geringem Ressourceneinsatz ist ein großer Effekt möglich.
  • Authentizität: Machen Sie Ihr Unternehmen erlebbar, indem Sie echte Mitarbeiter, die Räumlichkeiten und lebendige Inhalte zeigen, die einen authentischen Eindruck Ihrer Unternehmenskultur bieten. In der Wahrnehmung der Bewerber geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht statt ein abstraktes Unternehmenskonstrukt zu bleiben.
  • Interaktion: Die Reaktionen Ihrer Fans auf Ihre Aktionen sind unmittelbar erkennbar. Auf Fragen, Anregungen und Kritik können Sie sofort reagieren statt nur passiv zu beobachten, was über Sie berichtet wird.
  • Bewerbung per Social Media-Profil: Sie erhalten vom Bewerber einen Link zu seiner Profilseite. Mit dieser „Kurzbewerbung“ verringern Sie die Hürde, die mit der Erstellung von Bewerbungsunterlagen einhergeht. Der Aufwand für den Personaler hingegen steigt, da dieser anhand von weniger Angaben als bisher die Eignung des Bewerbers prüfen muss. Es bietet sich jedoch die Chance, zusätzliche Bewerbungen zu generieren.

Bei der Suche nach Fach- und Nachwuchskräften nimmt die Bedeutung der sozialen Netzwerke stetig zu – eine Entwicklung, an der auch Recruiter und Personalmanager aktiv teilnehmen sollten, um davon zu profitieren.

Weiterlesen: http://www.humanresourcesmanager.de/ressorts/artikel/netzwerken-statt-mappen-waelzen

 

Anika Földi
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