10035 Grundlagen des Risikomanagements
Prof. Dr. mult. Victor Tiberius
Inhalt:
1 Definitionen und Relevanz des Risikomanagements
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Begrifflichkeiten
1.3 Ziele, Nutzen und funktionale Abgrenzungen
1.4 Begriffliche Abgrenzungen
1.5 Praxisimplikationen
2 Risikomanagement in Anwendungsbereichen
2.1 Ausgangslage
2.2 Finanzwirtschaft
2.3 Produktion und Industrie
2.4 IT und Cyber
2.5 Projekte und Innovation
2.6 Gesundheitswesen, Energie und kritische Infrastrukturen
2.7 Öffentlicher Sektor
2.8 Kleine und mittlere Unternehmen
2.9 Gemeinsame Muster
3 Internationale Normen und Standards
3.1 Ausgangslage
3.2 ISO 31000
3.3 COSO ERM Framework
3.4 Three Lines Model (IIA)
3.5 OECD-Prinzipien und Governance-Leitlinien
3.6 Gemeinsame Kerngedanken
3.7 Praxisimplikationen
4 Theoretische Grundlagen
4.1 Risiko, Unsicherheit, Ambiguität und Unknown Unknowns
4.2 Risikoarten und Taxonomie
4.3 Methodische und mathematische Grundlagen
4.4 Verhaltenswissenschaftliche Aspekte
4.5 Komplexität, systemische Risiken und Resilienz
5 Organisatorische Verankerung des Risikomanagements
5.1 Risikokultur
5.2 Funktionen und Rollen
5.3 Corporate Governance und Compliance
5.4 Interne und externe Revision
5.5 Risk Appetite Framework (RAF)
5.6 Risikokommunikation und Reporting
5.7 Schnittstellen zu Managementsystemen
5.8 Daten- und Modell-Governance
5.9 Third-Party- und Lieferkettenrisiken
5.10 Risk Financing
5.11 Reifegradmodelle
6 Fallvignetten und Muster-Fehlerbilder
6.1 Vier Fallvignetten
6.2 Muster-Fehlerbilder
6.3 Praxisimplikationen
7 Praxisleitfaden
7.1 Leitfragen für Führung und Management
7.2 Leitfragen für die operative Ebene
7.3 Reifegrad-Self-Check
7.4 Praxisimplikationen
Studienziele:
Nach der Lektüre dieses Moduls können Sie…
- Risiko und Risikomanagement präzise definieren, von verwandten Begriffen abgrenzen und im Zielkontext verorten.
- die Relevanz von Risikomanagement für Strategie, Planung und tägliche Steuerung begründen.
- internationale Rahmenwerke (ISO 31000, COSO ERM, Three Lines, OECD-Prinzipien) sicher einordnen und für Ihre Organisation übersetzen.
- zwischen Risiko, Unsicherheit, Ambiguität und Unknown Unknowns unterscheiden und angemessen damit umgehen.
- Risikotypen strukturiert erfassen und eine dynamische Taxonomie pflegen.
- die methodischen Grundlagen (Verteilungen, Tail-Risiken, Abhängigkeiten, Risikomaße) in Entscheidungsfragen anwenden – ohne Rechenballast.
- Verhaltensfaktoren (Biases, psychologische Sicherheit, Groupthink) erkennen und organisatorisch adressieren.
- Risikokultur gezielt fördern und Rollen/Gremien gemäß Three Lines wirksam ausgestalten.
- einen tragfähigen Risk Appetite formulieren, kaskadieren und über KRIs/Trigger wirksam machen.
- Risikokommunikation adressatengerecht gestalten und Reporting an Entscheidungen koppeln.
- Schnittstellen zu IKS, BCM/Resilience, ISMS, QMS/EHS und ESG so verzahnen, dass Doppelarbeit sinkt und Wirkung steigt.
- Third-Party-/Lieferketten-Risiken und Risk Financing governance-fähig managen.
- mit Reifegradmodellen den eigenen Stand bestimmen und eine Roadmap zur Integration in die Entscheidungsarchitektur entwickeln.
Belegempfehlung:
Dieses Modul richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die Risikomanagement strategisch und operativ in ihrer Organisation verankern möchten. Besonders geeignet ist es für Personen aus den Bereichen Unternehmenssteuerung, Compliance, Governance, Controlling oder strategisches Management, die internationale Standards anwenden und Risikoentscheidungen fundiert treffen wollen.
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