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10050 Grundlagen des Krisenmanagements
Studienbriefautor:
Prof. Dr. Lars Hornuf
Inhalt:
Studienziele:
Belegempfehlung:
Prof. Dr. Lars Hornuf
Inhalt:
1. Einleitung
2. Begriffliche Grundlagen des Krisenmanagements
2.1 Krise
2.2 Krisenmanagement
2.3 Ebenen des Krisenmanagements
2.4Systematisierungsrahmen
3. Relevanz des Krisenmanagements
3.1 Wirtschaftliche Dimension
3.2 Reputations- und Stakeholderrisiken
3.3 Rechtliche und regulatorische Treiber
3.4 Strategische und operative Relevanz
4. Theoretische Grundlagen
4.1 Systemtheoretische Perspektive
4.2 Komplexitäts- und Chaostheorie
4.3 Entscheidungs- und Spieltheorie
4.4 Kognitive und kulturelle Perspektiven
4.5 Lern- und Resilienzperspektiven
4.6 Stakeholder- und Legitimitätsperspektive
5. Methodische Grundlagen
5.1 Forschungsdesigns
5.2 Methodische Pluralität
6. Krisentypen und -ursachen
6.1 Interne Krisen
6.2 Externe Krisen
6.3 Verkettete, hybride und Polykrisen
6.4 Frühwarnindikatoren und Muster
6.5 Sense-and-Respond-Architektur
7. Phasenmodelle des Krisenverlaufs
7.1 Vier-Phasen-Modell (Fink, 1986)
7.2 Fünf-Phasen-Modell (Mitroff, 1994)
7.3 Man-Made-Disaster-Modell (Turner, 1976)
7.4 Drei-Phasen-Modell (Coombs, 1999)
7.5 Vergleich der Modelle und praktische Implikationen
8. Organisationspsychologische Aspekte im Krisenmanagement
8.1 Entscheidungen unter Stress
8.2 Führung und Gruppendynamik in der Krise
8.3 Fehlerkultur und psychologische Sicherheit
9. Rechtliche und versicherungsrelevante Aspekte
9.1 Haftungsrahmen und Corporate Governance
9.2 Datenschutz und IT-Sicherheitsrecht
9.3 Versicherbare Risiken und vertragliche Regelungen
9.4 Compliance-Instrumente und Schnittstellenmanagement
Studienziele:
Der Lehrbrief verfolgt das Ziel, die Teilnehmer dazu zu befähigen:
- Krisen systematisch zu erkennen, zu analysieren und zu bewältigen, unter Berücksichtigung von Komplexität, Unsicherheit und Zeitdruck
- Phasen, Modelle und Typen von Krisen zu verstehen, inklusive theoretischer Fundierung (z. B. Mitroff, Turner, Coombs, Fink)
- Handlungsoptionen evidenzbasiert zu entwickeln, durch fundierte Risikoanalyse, Frühwarnsysteme und geeignete Entscheidungsinstrumente
- Kommunikations- und Führungsstrategien in der Krise anzuwenden, auch unter Stress, in Gruppendynamiken oder bei Stakeholder-Konflikten
- rechtliche, ethische und organisationale Aspekte im Krisenkontext zu berücksichtigen (z. B. Haftung, Datenschutz, Corporate Governance)
- die Resilienz und Lernfähigkeit von Organisationen zu stärken, etwa durch Lessons Learned, After-Action-Reviews oder Sensemaking-Prozesse
- methodisch reflektiert zu arbeiten, unter Einbezug qualitativer und quantitativer Ansätze sowie simulations- und datengestützter Verfahren
Belegempfehlung:
Wir empfehlen dieses Modul Interessenten, welche Führungsverantwortung übernehmen, kritische Situationen souverän meistern und die Resilienz ihrer Organisation gezielt stärken möchten – sei es in der operativen Umsetzung, der strategischen Vorbereitung oder der kommunikativen Bewältigung von Krisen.
Relevante Kurse: