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4120 Kultur und Markt*

Studienbriefautor: Prof. Dr. Matthias Munkwitz

Inhaltsverzeichnis

1 Die kulturellen Grundlagen der marktwirtschaftlichen Ordnung
1.1 Bedürfnisse, Bedarf, Nachfrage
1.2 Dier Herausbildung von Märkten als kulturhistorischer Prozess
1.3 Religiosität im Mittelalter
1.4 Die Verweltlichung des Lebensstils - entscheidendes Kriterium im Kulturleben

2 Der Betrieb in der Marktwirtschaft
2.1 Betriebe als Erwerbswirtschaften
2.2 Öffentliche Betriebe und Verwaltungen

3 Der Kulturbereich
3.1 Kultur und ihre Begriffsbestimmungen
3.2 Der Kulturbetrieb - Bedeutung und Unterteilung
3.3 Künstlerische Prozesse und ökonomische Realität - das ökonomische Dilemma

4 Kultur und Wirtschaft
4.1 Kunst- und Kulturbereich als Wirtschaftsfaktor
4.2 Kulturelle Identität und wirtschaftliche Bedeutung regionaler Kultur

Studienziele

In Kapitel eins sollen Sie erkennen

  • wie menschliche Bedürfnisse das Handeln bestimmen und worauf in diesem Zusammenhang der Kultur-Markt Einfluss nehmen könnte,
  • dass die Wünsche des Menschen und die Beurteilung, was für ihn nützlich ist, kulturell geprägt sind,
  • dass der Ort selbst, wo sich Angebot und Nachfrage treffen, historisch entstanden ist und damit auch das Wirtschaftsleben eine Erscheinungsform der Kultur ist,
  • dass die Verweltlichung des Lebensstils die entscheidende Tatsache im europäischen Kulturleben ist und alle anderen Bereiche der Gesellschaft beeinflusst.

Im Kapitel zwei sollen Sie lernen

  • was Wirtschaften bedeutet und nach welchen Prinzipien Unternehmen in der Marktwirtschaft arbeiten,
  • welchen Stellenwert öffentliche Betriebe und Verwaltungen haben und wie dieses historisch entstanden sind,
  • welche Aufgaben öffentliche Betriebe und Verwaltungen im Gemeinwesen wahrnehmen.

In Kapitel drei sollen Sie erkennen

  • dass die Formulierung eines sogenannten "weiten Kulturbegriffs" in seiner etatischen Konzeption enorme finanzielle Auswirkungen auf den Haushalt der Kommune hat.
  • welcher Zusammenhang zwischen den verschiedenen Erscheinungsformen besteht, in denen der Kulturbetrieb in Deutschland in Erscheinung tritt, und welche Konsequenzen das für die Preisbildung der Produkte der spezifischen künstlerischen Produktionsprozesse hat,
  • dass kulturelle Produkte z.B. den Charakter personenbezogener Dienstleistungen haben und welche Konsequenzen das für den öffentlich geförderten Kulturbereich hat,
  • wie erwerbswirtschaftliche Unternehmen versuchen, Nachfragen auf den Märkten zu etablieren und was Kulturbetriebe davon lernen können und
  • worin das ökonomische Dilemma vor allem der Darstellenen Künste besteht und was das kultur- und finanzpolitisch bedeutet.

Im Kapitel vier sollen Sie nachvollziehen,

  • dass der Kulturbereich einen beachtlichen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt, also zur Wertschöpfung in der Volkswirtschaft leistet,
  • dass Kultureinrichtungen in erster Linie einen regionalen Bezug haben und durch ihre Leistungen die kulturelle Identität der Menschen in der Region begründen und fördern,
  • dass Kultureinrichtungen ein wichtiger Imagefaktor für die Region sind und
  • dass sich jeder Euro, den die Kommune für Institutionen im Kulturbereich aufwendet, durch Multiplikatoreneffekte verzinst und kulturelle Produkte externe Effekte auslösen.

Belegempfehlung:

Wir empfehlen dieses Modul allen Teilnehmenden, die die grundlegenden Zusammenhänge zwischen Kultur und Markt oder Wirtschaft verstehen wollen.

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* Quelle: Munkwitz, Kultur und Markt, Hochschulverbund Distance Learning.