Reproduktionsmedizin

Reproduktionsmedizin

Reproduktionsmedizin

Die Reproduktionsmedizin ist ein interdisziplinärer Teilbereich der Medizin und beschäftigt sich mit der Fortpflanzung, den damit verbundenen Erkrankungen und Störungsbildern und ihrer Erkennung und Behandlung. Die mit der Reproduktionsmedizin befassten Fachbereiche sind die Gynäkologie, die Andrologie, die Genetik, die Endokrinologie und die Urologie.
Die zentralen Tätigkeitsfelder der Reproduktionsmedizin sind die In-vivo-Fertilisation (Eizellenbefruchtung im Mutterleib) und die In-vitro-Fertilisation (Befruchtung im Reagenzglas). In der Regel ist die Sterilität eines Paares Grund für das Hinzuziehen der Reproduktionsmedizin. Spezialisierte Bereiche sind hierzu sogenannte Kinderwunschkliniken, in denen Ärzte verschiedener Fachrichtungen im Sinne einer "assistierten Befruchtung" zusammenarbeiten.
Das Themengebiet der "künstlichen Befruchtung", die In-vitro-Fertilisation, ist ethisch und rechtlich äußerst komplex. Die juristischen Vorgaben sind im Embryonenschutzgesetz (ESchG) definiert. Parallel wird im Deutschen Ethikrat, einem unabhängigen Sachverständigegremium, über die Zukunft der Reproduktionsmedizin diskutiert. Die Ergebnisse werden mehrmals jährlich an die Öffentlichkeit gegeben.