Überschrift Berufsfeld Kultursektor

Berufsfeld Kultursektor

Berufsfeld

Ein Kulturmanager bzw. eine Kulturmanagerin schafft im Allgemeinen Kunst nicht selbst. Die Tätigkeit konzentriert sich auf die Bereitstellung, die Möglichkeit, Kunst zu Verfügung zu stellen und auch längerfristig zu erhalten. Kulturmanagement schafft eine Beziehung des Austausches von Kreativen und Konsumenten, es stellt also ein relevantes Bindeglied zwischen dem Erschaffendem sowie seinem Erschaffenen und dem Publikum dar. Kulturmanagement umfasst daher ökonomische und kulturelle Aspekte. Es widmet sich zudem rechtlichen Grundlagen, politischen Bedingungen und beschäftigt sich mit administrativen Aufgaben.

Sowohl in gemeinnützigen als auch in kommerziellen Kulturbetrieben ist das Kulturmanagement einem ökonomischen Prinzip unterworfen. Dies beinhaltet die Minimierung der Kosten und die Maximierung des Nutzens. Die Kulturmanagerin nutzt daher betriebswirtschaftliches Wissen und Instrumente, z.B. zur Analyse sowie dem Einsatz von Instrumenten des Marketings zur optimalen Positionierung von zur Verfügung stehender Kunst und Kulturgütern.

Kulturmanagement in der kommerziell orientierten Kultur- und Kreativwirtschaft bezieht sich in der Regel auf Populärkulturelles. In gemeinnützigen Betrieben steht die Hochkultur, also der geschichtswissenschaftliche Charakter, zumeist im Vordergrund.

Der Bereich des Kulturmanagements ist durch seine vielseitigen Aufgabenfelder und möglichen Einsatzgebiete breit gefächert. Ob zur Erhaltung bestehender Kulturgüter oder im Bereich des Populärkulturellem, der Beruf des Kulturmanagers setzt sich immer aus betriebswirtschaftlichen Faktoren und Managementtätigkeiten sowie Kreativem zusammen. Ob der Schwerpunkt auf verwaltungstechnischen, organisatorischen Aufgaben oder Öffentlichkeitsarbeit und sozialen Komponenten liegt, hängt vom jeweiligen Einsatzgebiet ab.

Zu den möglichen Aufgabenfeldern eines Kulturmanagers zählen unter anderem Projektmanagement, Eventmanagement, Kulturmarketing, Kulturpolitisches, Finanzierung, Rechnungswesen, Öffentlichkeitsarbeit und Personalwesen.

Kulturmarketing

Für das Kulturmarketing existiert keine einheitliche Definition, es wird jedoch in der Regel als Mittel beschrieben, welches die Kultur erhalten und sie öffentlich machen soll und außerdem den schaffenden Künstlern die nötigen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt. Das Kulturmarketing ist wesentlicher Bestandteil des Aufgabenfeldes eines Kulturmanagers in beinahe allen möglichen Arbeitsbereichen.

Kulturpolitik

Vorrangig ist die Aufgabe der Kulturpolitik die Kulturförderung. Dies beinhaltet die Finanzierung von öffentlichen Institutionen (Museen, Bibliotheken) sowie privaten Einrichtungen (Vereine). Weiterhin findet eine Förderung durch Festlegung der Rahmenbedingungen (Medienrecht, Sozialpolitik) statt.

Kulturfinanzierung

Dem Aufgabenbereich der Finanzierung auf das Berufsfeld der Kulturmanagerin bezogen werden auch Sponsoring und Fundraising zugeteilt. Kunst- und Kultursponsoring spielt besonders in den Bereichen des Films, des Theaters, der Literatur sowie der bildenden Kunst eine Rolle.

Fundraising, also die Mittelakquisition, bezeichnet das Analysieren, Planen, Ausführen und Kontrollieren der Aktivitäten einer steuerbegünstigten Einrichtung, um benötigte Ressourcen zu möglichst geringen Kosten zu erhalten. Für kleinere Non-Profit-Organisationen ist das regionale Fundraising besonders relevant.

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit oder auch Public Relations dient dem Aufbau einer Beziehung zwischen Organisatoren wie gemeinnützigen Institutionen oder Betrieben und externen Teilhabern (Steakholdern). Öffentlichkeitsarbeit ist in einigen Arbeitsbereichen des Kulturmanagers von Belang. Public Relations erfolgt vorrangig das Ziel, ein vorhandenes Image einer Organisation oder eines Betriebes zu verbessern oder eine stärkere Fokussierung zu schaffen.

Personalwesen

Das Personalwesen oder Personalmanagement findet sich in allen Organisationen und dient dem zielorientierten Einsatz von Arbeitskräften. Zum Aufgabenfeld des Kulturmanagers gehört häufig auch das Personalwesen dazu. Kulturmanagement beinhaltet zudem auch Führungsmanagement, eine Kulturmanagerin wird daher auch als Leitung von Arbeitsgruppen und als Koordinator in bestimmten Betrieben eingesetzt.

Projektmanagement

Das Projektmanagement umfasst die Initiierung, Planung, Steuerung, Kontrolle sowie den Abschluss von bestimmten Projekten. Als Kulturmanagerin kann dieses zum Aufgabengebiet in vielen Betrieben wie Kulturämtern, soziokulturellen Einrichtungen, Theatern, Buchverlagen oder Musik- und Filmwirtschaft zählen. Ähnlich erhält es sich mit dem Eventmanagement.

Rechnungswesen

Das Rechnungswesen ist Bestandteil des Betriebswirtschaftslehre und kann in vier Bereiche gegliedert werden. Für den Kulturmanager spielt besonders das interne Rechnungswesen, also das Controlling eine Rolle. Aber auch die Planungsrechnung, also die betriebsbezogene, vorausschauende Rechnung, welche der Entscheidungsvorbereitung dient, ist relevant.
Der Kulturmanager übernimmt diese Aufgaben in den Bereichen der Kulturwirtschaft (Filmwirtschaft, Musikwirtschaft), aber auch in Institutionen wie Kunstgalerien und Museen.

Fazit: Das Kulturmanagement ist als Teilbereich des Managements zu verstehen, es beschäftigt sich mit dem Organisieren und Leiten von kulturellen Institutionen, Betrieben sowie Projekten. Kulturmanager/uinnen befinden sich in ihrem Berufsfeld unmittelbar zwischen den Bereichen der Wirtschaft und der Kultur.