Überschrift Organisationen und Verbände Kulturmanagement

Organisationen und Verbände im Kulturmanagement

Organisationen und Verbände Kulturmanagement

Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften (ALG)
Die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften ist ein Dachverband für 235 Literaturgesellschaften und Literaturmuseen. Sie wurde im Jahr 1986 gegründet und ist Mitglied der Deutschen Literaturkonferenz e. V. Die ALG fördert Projekte, die die Wirkung eines historischen oder zeitgenössischen Autors oder eines literarischen Genres in der Öffentlichkeit verbreiten und vertiefen.

Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e. V.
Der Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler, gegründet im Jahr 1998, ist ein Zusammenschluss qualifizierter Fachleute aus dem Kultursektor, die ihre Dienstleistungen auf dem „freien Markt" anbieten. Der Verband setzt sich aus Mitgliedern verschiedenster Disziplinen, z. B. Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Archäologie,  zusammen. Der Verband unterstützt seine Mitglieder, indem er z. B. Honorarempfehlungen gibt sowie Tagungen und Fortbildungen anbietet.

Deutscher Bühnenverein e. V.
Ziel des Deutschen Bühnenvereins ist die Förderung, Erhaltung und Pflege der Theater- und Orchesterlandschaft und deren kulturelles Angebot. Er will das Theater und die Kulturorchester bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen. Der Verein thematisiert alle künstlerischen, organisatorischen und kulturpolitischen Fragen, so z. B. die Bedeutung der Theater und Orchester für Städte, die Gestaltung juristischer Rahmenbedingungen und die soziale Lage der Künstler.

Deutscher Kulturrat e. V.
Der Deutsche Kulturrat fungiert als Spitzenverband aller deutschen Kultur-Verbände. Er wurde 1981 als politisch unabhängige Arbeitsgemeinschaft kultur- und medienpolitischer Organisationen und Institutionen in Berlin gegründet. Er ist Ansprechpartner für Politik und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Europäischen Union in allen kulturpolischen Angelegenheiten. Getragen wird der Kulturrat durch acht fachlich Sektionen, welche sich aus insgesamt 210 Bundesverbänden zusammensetzen: U. a. der Deutsche Musikrat, Rat für darstellende Kunst und Tanz und die Deutsche Literaturkonferenz.

Deutscher Kunstrat
Der Deutsche Kunstrat schlieβt sich bundesweit aus organisierten Verbänden der bildenden Künstler, Kunstvermittler und Kunstverwerter zusammen. Er appelliert an den Deutschen Bundestag, Bundesrat und die Bundesregierung, sich national und europaweit für eine ermäβigte Mehrwertsteuer für bildende Kunst einzusetzen. Die Mitglieder des Deutschen Kunstrats treffen sich zwei Mal jährlich zum gegenseitigen Interessenaustausch und zur Gestaltung gemeinsamer Initiativen.

Deutscher Literaturfonds e. V.
Die Gründung des Deutschen Literaturfonds wurde im Jahr 1980 vorgenommen. Es hat seinen Sitz in Darmstadt und gilt als gemeinnütziger Verein zur Förderung der deutschsprachigen Literatur. Er unterstützt deutschsprachige Schriftsteller in Form von Arbeitsstipendien.

Deutscher Museumsbund
Der Deutsche Museumsbund wurde 1917 gegründet und vertritt bundesweit die Interessen aller Museen sowie deren Angestellte. Er setzt sich für die Schaffung und den Erhalt der inhaltlichen , personellen und finanziellen Grundvoraussetzungen der Museen ein und kooperiert mit regionalen Museumsämtern und –verbänden sowie nationalen und internationalen Organisationen, Verbänden und Stiftungen. Er publiziert regelmäßig die Publikationen  „Museumskunde", „Bulletin" und „Einkaufsführer für Museen".

Deutscher Musikrat e. V.
Der Deutsche Musikrat ist ein Dachverband für derzeit ca. 90 Fachverbände und 16 Musikräte. Er wurde 1953 in Bonn gegründet. Der Verband fördert professionelle Musiker und Laien, den musikalischen Nachwuchs und zeitgenössische Musik sowie Informationen und Dokumentationen über Musik in Deutschland.

Fachverband Kulturmanagement e. V.
Der Fachverband Kulturmanagement vertritt und fördert das Fach Kulturmanagement in Forschung und Lehre. Er schließt sich aus akademisch lehrenden und forschenden KulturmanagerInnen zusammen.  Er organisiert eine jährliche akademische Fachtagung und gibt ein wissenschaftliches Jahrbuch für Kulturmanagement heraus.

Fonds Darstellende Künste e. V.
Der Fonds Darstellende Künste wurde im Jahre 1985 gegründet. Er fordert besondere Projekte aller Bereiche in den Darstellenden Künsten, die sich durch besondere Qualität auszeichnen, von hoher Bedeutung sind und zur künstlerischen Weiterentwicklung der Darstellenden Künste beitragen. Bisher förderte der Verband 2.553 Projekte in mehr als 300 Kommunen.

Fonds Soziokultur e. V.
Die Fonds Soziokultur fördert kulturelle Projekte, die die alltägliche Lebenswelt in die Kulturarbeit einbeziehen und gleichzeitig eine Rückwirkung der entstehenden Kunst und Kultur in die Gesellschaft anstreben. Das Ziel des Fonds ist, die kulturelle Bildung der Gesellschaft zu unterstützen. Gefördert werden innovative, impulsgebende, strukturfördernde und kooperationsfördernde Projekte.

GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte
Die GEMA wurde im Jahre 1933 gegründet. Es handelt sich um eine staatlich legitimierte Verwertungsgesellschaft, die mit Sitz in Berlin und München die Nutzungsrechte aus dem Urheberrecht von Mitgliedern der GEMA (u. a. Komponisten, Dichter, Verleger von Musikwerken) wahrnimmt. Derzeit vertritt der Verein etwa 64.500 Mitglieder in Deutschland sowie weitere ca. zwei Millionen im Ausland.

GÜFA Gesellschaft zur Übernahme und Wahrnehmung von Filmaufführungsrechten mbH
Die GÜFA wurde im Jahre 1976 gegründet. Sie vertritt als Verwertungsgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte ihrer Mitglieder, die aus Filmproduzenten und Rechteinhabern von überwiegend erotischen und pornographischen Filmen bestehen.

GVL Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten
Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten wurde im Jahre 1959 durch die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) und die Deutsche Landesgruppe der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) gegründet. Sie ist für die Zweitverwertungsrechte von Leistungsschutzberechtigten in Film, Fernsehen und Musik und andere Medienarten verantwortlich. Dazu zählen etwa Künstler, Videoproduzenten, Filmhersteller und Tonträgerhersteller. Die Gesellschaft ist zudem für die Vergabe von Labelcodes verantwortlich.

GWFF Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH
Die Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten sitzt in München und wurde im Jahre 1982 als deutsche Verwertungsgesellschaft gegründet. Ihre Tätigkeit richtet sich nach dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz. Das Deutsche Patent- und Markenamt ist die Aufsichtsbehörde der Verwertungsgesellschaft. Filmproduzenten und andere Urheber an Filmen sind die Rechteinhaber, für die die Gesellschaft Tantiemen geltend macht.

INTHEGA Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V.
Die INTHEGA ist ein Interessenverband mit derzeit etwa 400 Mitgliedsstädten, die durch Kulturämter, Kulturvereine und Kulturgesellschaften vertreten werden. Der Verein wurde im Jahre 1980 gegründet. Der Sitz ist in Filderstadt. Aufgabe des Vereins ist, das Kulturgeschehen bei den Mitgliedern zu unterstützen und voranzutreiben. Gleichzeitig dient der Verein als Interessenvertreter gegenüber Politik und Gesellschaft.

Kulturfonds Frankfurt RheinMain
Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahre 2007 in Bad Homburg gegründet. Der gemeinnützige Verein hat die Aufgabe, kulturelle Ressourcen und Kräfte der Region zu bündeln und zu koordinieren.

Kulturpolitische Gesellschaft e. V.
Die Kulturpolitische Gesellschaft wurde im Jahre 1976 in Hamburg gegründet. Es handelt sich um eine bundesdeutsche Vereinigung kulturpolitisch Interessierter und Institutionen mit heutigem Hauptsitz in Bonn. Zu den Aufgaben der Vereinigung zählen die publizistische Vermittlung von Informationen und Meinungen zur Kulturpolitik, die Intensivierung der kulturpolitischen Debatte und die Erarbeitung von wissenschaftlichen Expertisen, Bestandsaufnahmen und Forschungsaufträgen.

Kulturstiftung der Länder
Die Gründung der Kulturstiftung der Länder wurde im Jahre 1987 vorgenommen. Die Arbeit wurde im Jahre 1988 in Berlin aufgenommen, wo bis heute der Sitz der Stiftung ist. Getragen wird die Stiftung durch die Bundesländer. Ihre Aufgabe ist, Kunst und Kultur zu bewahren und zu fördern. Sie gehört zu den wichtigsten Förderern in der Kunstpolitik Deutschlands. Zudem betreibt die Stiftung Provenienzforschung. Seit 2008 fördert sie die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preuβischer Kulturbesitz.

Kulturstiftung des Bundes
Die Kulturstiftung des Bundes hat ihren Sitz in Halle (Saale) und wurde im Jahre 2002 durch den Beauftragten für Kultur und Medien gegründet. Ein Tätigkeitsschwerpunkt ist die Förderung innovativer Programme und Projekte im internationalen Kontext. Die Stiftung investiert zudem in die Entwicklung neuer Verfahren der Pflege des Kulturerbes und in den Zusammenschluss kultureller und künstlerischer Wissenspotentiale.

Künstlersozialkasse (KSK)
Die Künstlersozialkasse ist eine Abteilung der Unfallklasse des Bundes. Sie führt das Künstlersozialversicherungsgesetz durch. Die KSK hat zwei Aufgabenbereiche: Einerseits prüft sie die Zugehörigkeit von Künstlern und Publizisten zum versicherungspflichtigen Personenkreis. Andererseits zieht die KSK den Beitragsanteil der Versicherten, die Künstlersozialabgabe der abgabepflichtigen Unternehmen sowie den Bundeszuschuss ein.

Netzwerk Kulturmanagement e. V.
Das Netzwerk Kulturmanagement wurde im Jahr 1993 gegründet und setzt sich aus Alumni-Mitgliedern des Instituts für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule für Musik und Theater Hamburg zusammen. Es veranstaltet Netzwerkveranstaltungen wie z. B. fachliche Symposien und Netzwerktreffen sowie Workshops und informelle Zusammenkünfte.

Verband Deutscher Kunsthistoriker e. V.
Gegründet im Jahr 1948, vertritt der Verband die Interessen der in Deutschland tätigen Kunsthistoriker jeder Nationalität. Er widmet sich den klassischen Berufsfeldern wie Denkmalpflege, Museum, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus setzt er sich verstärkt für die Situation der freiberuflich tätigen KunsthistorikerInnen und die in den Beruf Neueinsteigenden ein.

Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst
Die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst sitzt in Bonn. Sie wurde im Jahre 1986 mit dem Zweck der Wahrnehmung der Rechte von Urhebern gegründet. Bildende Künstler bekommen Unterstützung im Hinblick auf das Folgerecht, Reproduktionsrechte, Senderechte, Onlinerechte sowie Rechte aus Weitersendevergütung und Kopiervergütung.

VFF Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten mbH
Die Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten sitzt in München. Ihre Gesellschafter sind die Allianz Deutscher Produzenten, das Zweite Deutsche Fernsehen und der Südwestrundfunk. Aufgabe der Gesellschaft ist es, das Leistungsschutzrecht des Produzenten  für den Bereich der Eigen- und Auftragsproduktionen wahrzunehmen. Wahrnehmungsberechtigt sind die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie die privaten Fernsehveranstalter RTL, SAT 1, ProSieben, DSF, VOX, RTL 2 und Kabel 1.

Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken mbH
Die Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken sitzt in München und hat eine Geschäftsstelle in Berlin. Ihre Aufgabe ist es, die Rechte von deutschen und ausländischen Kinofilmproduzenten, Produzenten anderer Filmwerke und Regisseuren von Spielfilmen wahrzunehmen. Die Tätigkeit der VGF unterliegt der staatlichen Kontrolle nach dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz. Die Gesellschaft vergibt jährlich einen Preis für Nachwuchsproduktionen, der mit 60.000 Euro dotiert ist. Dieser wird im Rahmen des Bayerischen Filmpreises verliehen.

Verwertungsgesellschaft Musikedition mbH
Die Verwertungsgesellschaft Musikedition wurde im Jahre 1966 als „Interessengemeinschaft Musikwissenschaftlicher Herausgeber und Verleger" gegründet. Es handelt sich um eine Verwertungsgesellschaft, die unter der Aufsicht des Patent- und Markenamtes, des Bundesjustizministeriums und des Bundeskartellamtes steht. Zu den Mitgliedern der Gesellschaft gehören Verlage, Texter, wissenschaftliche Herausgeber und Komponisten. Die Geschäftsstelle der Gesellschaft ist in Kassel.

Verwertungsgesellschaft Wort
Die Verwertungsgesellschaft Wort ist für die Tantiemen aus Zweitverwertungsrechten an Sprachwerken in Deutschland verantwortlich. Zu den Berechtigten gehören Autoren, Übersetzer und Verleger schöngeistiger, dramatischer, journalistischer und wissenschaftlicher Texte, welche vom Urheber an die VG Wort angemeldet wurden. Die Gesellschaft wurde im Jahre 1958 vom damals eingetragenen Verein „Verband deutscher Schriftsteller" gegründet.

ZPÜ Zentralstelle für private Überspielungsrechte
Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte sitzt in München. Sie ist ein Zusammenschluss von deutschen Verwertungsgesellschaften. Gegründet wurde sie im Jahre 1963 von GEMA, GVL und der VG Wort. Ihre Aufgabe besteht darin, die Vergütungsansprüche gegenüber den Geräteherstellern und -importeuren und gegenüber den Leermedienherstellern und -importeuren geltend zu machen und das Vergütungsaufkommen an ihre Gesellschafter zu verteilen.