3. Berufsbegleitend ins HR: So klappt es im Alltag
Die häufigste Sorge lautet: „Wie soll ich das neben Job und Privatleben schaffen?“ Die gute Nachricht: Mit einem realistischen Plan ist berufsbegleitendes Lernen möglich – auch im HR, wo es viel um Kommunikation und Praxis geht.
Wie viel Zeit sollten Sie einplanen?
Je nach Umfang des Programms und persönlicher Geschwindigkeit sind 5 bis 10 Stunden Lernzeit pro Woche ein realistischer Rahmen. Diese Zeit lässt sich zum Beispiel verteilen auf:
- 3 × 90 Minuten unter der Woche
- 1 bis 2 Lernblöcke am Wochenende
- oder eine Mischung, die zu Ihrem Alltag passt.
Wichtiger als perfekte Wochenpläne ist Konstanz: lieber regelmäßig kleinere Einheiten als seltene, lange „Lern-Peaks“.
Lernroutinen & Selbstorganisation
Bewährt haben sich u. a.:
- feste Lernfenster im Kalender, die wie Termine behandelt werden,
- ein definierter Lernort (wo Unterlagen, Laptop, Kopfhörer etc. bereitliegen),
- klare Wochenziele („Kapitel X abschließen“, „eine Fallstudie durcharbeiten“, „eine Reflexionsaufgabe formulieren“)
Metakognitive Strategien helfen zusätzlich: sich regelmäßig zu fragen: „Was habe ich heute gelernt? Wie kann ich das in der Praxis nutzen?“ – und nicht nur Inhalte „abzuarbeiten“.
Die DAM stellt ihren Teilnehmenden umfangreiche Lerntipps mit konkreten Lernstrategien und -taktiken zur Verfügung.
Arbeitgeber einbinden
Gerade im HR ist es sinnvoll, früh mit der eigenen Führungskraft zu sprechen, etwa:
- über mögliche Freiräume (z. B. ein Lernhalbtag im Monat),
- über Co-Finanzierung oder interne Unterstützung,
- und darüber, wie Sie Ihr neues Wissen im Team einsetzen können (z. B. Unterstützung bei Recruiting, Onboarding, Feedbackprozessen).
Viele Führungskräfte sind offen, wenn klar erkennbar ist, welchen Mehrwert Ihre Weiterbildung für den Bereich und das Unternehmen hat.