2. Wege zur Management-Weiterbildung neben dem Job
Wenn Sie berufsbegleitend in Management-Themen einsteigen oder sich vertiefen möchten, gibt es verschiedene Wege.
Berufsbegleitendes Studium
Ein berufsbegleitendes Bachelor- oder Masterstudium (z. B. BWL, Management, Wirtschaftspsychologie) bietet eine breite akademische Grundlage und kann insbesondere in größeren Organisationen und im öffentlichen Dienst eine Rolle spielen.
Vorteile:
- formaler Abschluss (Bachelor/Master),
- vertiefte theoretische Grundlagen,
- Reputation in bestimmten Kontexten.
Herausforderungen:
- lange Dauer (oft mehrere Jahre),
- hoher Gesamtaufwand (Zeit, Kosten),
- nicht immer passgenaue Inhalte für die eigene Rolle.
IHK-Weiterbildungen und andere Abschlüsse
Klassische Weiterbildungen wie
- Fachwirt-Abschlüsse [alle Stellen- und Berufsbezeichnungen sind geschlechtsneutral],
- IHK-Lehrgänge,
- branchenspezifische Abschlüsse
sind in vielen Branchen etabliert. Sie verbinden oft Präsenzphasen mit Selbstlernphasen und münden in eine Prüfung.
Sie sind interessant, wenn:
- • Sie Wert auf anerkannte, klassische Abschlüsse legen,
- Präsenzzeiten und Prüfungsphasen mit Ihrem Alltag vereinbar sind,
- und das inhaltliche Profil gut zu Ihren Plänen passt.
Zertifikatslehrgänge im Management (inkl. Fernlehrgänge)
Zertifikatslehrgänge – insbesondere mittels Fernstudium – sind darauf ausgelegt, konkrete Management-Kompetenzen in einem überschaubaren Zeitraum berufsbegleitend aufzubauen. Typische Beispiele sind Lehrgänge wie:
- General Management
- Business Management
- HR-/Personalmanagement
- Marketing-Management
- Nachhaltigkeits- und ESG-Management
- Digitalisierungs- oder Innovationsmanagement
Charakteristisch sind:
- klar definierte Dauer (z. B. 1,5–24 Monate),
- modulare Inhalte mit Bezug auf Ihre Rolle,
- flexible Lernzeiten (ohne Präsenzpflicht),
- teils staatliche Zulassung und Förderfähigkeit (z. B. Bildungsgutschein).
Interne Programme & On-the-Job-Entwicklung
Viele Organisationen bieten interne Programme an:
- Trainee-Programme,
- Führungskräftetrainings,
- Projektmanagement-Schulungen,
- Coaching-/Mentoring-Programme.
Diese sind wertvoll, ersetzen aber selten eine strukturierte, in sich geschlossene Qualifikation, die auch auf dem Arbeitsmarkt anerkannt ist. Oft ist eine Kombination aus internen und externen Maßnahmen der sinnvollste Weg.