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ISSN 2199-9430

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BWL – was ist das überhaupt?| Lifehacks BWL, Folge 1

Ob Sie es wollen oder nicht: Auch Sie sind ein Teil der Wirtschaft. Sie konsumieren Güter, die jemand produziert hat. Und um diese Güter konsumieren zu können, müssen Sie im Tausch für diese Güter etwas hergeben (in der Regel Ihre Zeit und Arbeitsleistung, um Geld zu verdienen). Sie haben persönliche Wünsche und ganz individuelle Bedürfnisse, aber nur begrenzte Mittel, um Ihre Wünsche und Bedürfnisse realisieren zu können. Sie müssen also wirtschaften. Sie müssen Entscheidungen treffen, was und wie viel Sie konsumieren wollen und letztlich wie viel Arbeitszeit Sie bereit sind, dafür aufzubringen. Sie werden später aller Voraussicht nach in einem wirtschaftlichen Betrieb arbeiten. Ein Grundverständnis dessen, was einen Betrieb und Wirtschaften ausmacht, ist dabei von großem Wert. In diesem Podcast werden Sie fit gemacht für ein erfolgreiches Wirtschaften.

Die Betriebswirtschaftslehre (kurz BWL) befasst sich mit den wirtschaftlichen Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten von Unternehmen und liefert Erkenntnisse für betriebliche Strukturen und Prozesse. Gegenstand der BWL sind wirtschaftliche Handlungen. Hierunter verstehen wir geplante menschliche Tätigkeiten, die der Bedürfnisbefriedigung dienen. Diese unbegrenzten menschlichen Bedürfnisse stehen dabei in einem Spannungsverhältnis mit der Knappheit der zur Befriedigung dieser Bedürfnisse geeigneten Mittel beziehungsweise Güter. Knappe Güter erhält man in der Regel nur durch Erbringen einer Gegenleistung wie zum Beispiel durch die Bezahlung mit Geld. Demgegenüber sind vorhandene Geldmittel begrenzt, wonach eine Entscheidung getroffen werden muss, welche alternative Verwendungsmöglichkeit als Gegenleistung gewählt wird. Wirtschaften in seiner Grundbedeutung beschreibt also den Umgang mit dem Knappheitsproblem. Um einen Ausgleich zwischen Bedürfnissen und knappen Gütern herzustellen, treten Akteure und Akteurinnen am Markt in Verbindung und führen Transaktionen beziehungsweise Tauschhandel durch. Untersuchungsgegenstand der BWL ist dabei der Betrieb. Diesen können Sie sich als eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit vorstellen, in der Produktionsfaktoren (hier kommen wir gleich noch näher zu) kombiniert werden, um Güter und Dienstleistungen herzustellen und am Markt abzusetzen. In der Umgangssprache werden die Begriffe „Betrieb“ und „Unternehmen“ oft synonym verwendet. In der BWL entsprechen private Betriebe (also Betriebe mit privaten Eigentümern oder Eigentümerinnen) den Unternehmen und sind in erster Linie auf Fremdbedarfsdeckung ausgerichtet. Unternehmen zeichnen sich hingegen durch die Merkmale des Autonomie- sowie erwerbswirtschaftlichen Prinzips und Privateigentum aus. Aufgabe eines Betriebes ist es, Input in Form von Produktionsfaktoren, also der Summe aller physischen und technisch abgrenzbaren Aktivitäten aufzunehmen, diesen umzuwandeln und als marktfähigen Output abzugeben. Man spricht hierbei vom betrieblichen Transformationsprozess. Bei der Ausübung dieses Transformationsprozesses bewegt sich der Betrieb gemäß dem Stakeholder-Modell in stetiger Interaktion mit Anspruchs- und Interessengruppen (wie Kunden/Kundinnen, Lieferanten/Lieferantinnen oder Investoren/Investorinnen) und verfolgt die Zielsetzungen des erwerbswirtschaftlichen Prinzips wie Gewinn oder Rentabilität, der Wirtschaftlichkeit sowie des finanziellen Gleichgewichts in Form von Liquidität.

Literatur:

Domschke, W.; Schmoll, A.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Eine Einführung aus entscheidungsorientierter Sicht, 4. Aufl., Berlin 2008, S. 1-9.

Schmalen, H.; Pechtl, H.: Grundlagen und Probleme der Betriebswirtschaft, 15. Aufl., Stuttgart 2013, S. 1-18.

Wöhe, G.; Döring, U.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 25. Aufl., München 2013, zweiter Abschnitt, A, I, II.

Pepels, W.: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl., Stuttgart 2010, S. 1-25.

Schierenbeck, H.; Wöhe, C. B.: Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, 18. Aufl., München 2012, S. 1-18.

 

Assoc. Prof. Dr. Marvin Hecht

 

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