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ISSN-Nr. 2199-9430

Herausgegeben von der

Deutschen Akademie für Management

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Klare Absprachen in Jahresgesprächen durch detaillierte Vereinbarungen

Jahresgespräche zu den Zielen und der Bewertung der Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sowohl für diese als auch für deren Vorgesetzte oftmals eher eine lästige Pflicht. Die Potentiale und Chancen, die Jahresgespräche ermöglichen, werden oftmals nur unzureichend genutzt. Besonders durch eine gezielte Vorbereitung seitens des Managements und durch eine bewusste Auseinandersetzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem abgelaufenen Jahr und den Zielen für das nächste Jahr lassen sich klare Absprachen, klare Ziele und detaillierte Vereinbarungen treffen. Dabei müssen für die Tätigkeit relevante Kompetenzen und Fähigkeiten sowohl durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst als auch durch deren Vorgesetzte analysiert und bewertet werden. Diese Analyse und Bewertung muss dabei zunächst unabhängig voneinander erfolgen, damit unterschiedliche Wahrnehmungen festgestellt werden können. Auf dieser Basis können die unterschiedlichen Einschätzungen der beiden Seiten bewertet und analysiert werden um anschließend gemeinsam die Unterschiede und deren Ursachen ergründen zu können. Diese sollten hierüber hinaus ebenfalls festgehalten und Konsequenzen bzw. Handlungsvereinbarungen geschlossen werden. Dabei sollten ebenfalls konkrete Ziele und der jeweilige Zeitrahmen festgehalten werden, in dem die angestrebte Entwicklung erneut analysiert wird und zudem bestimmte Fortschritte erreicht werden sollen. Ein solches vorgehen stärkt die Verbindlichkeit. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn zusätzlich die Notwendigkeit der einzelnen Entwicklungen aufgenommen wird. Wichtig ist, dass dies alles von beiden Seiten in einem unterschriebenen Dokument festgehalten wird. Je nach Bedürfnis und Notwendigkeit können Entwicklungen und Überprüfungen auch vor dem nächsten Jahresgespräch angesetzt und vorgenommen werden. Dies ermöglicht eine strukturierte Herangehensweise und unterstreicht die Notwendigkeit und Relevanz einzelner Teilaspekte von Kompetenzen und Fähigkeiten. Durch eine solche unterjährige Analyse und Bewertung können zudem gegebenenfalls notwendige Anpassungen der Entwicklung und des prognostizierten Zeitrahmens vorgenommen werden. Hierdurch besteht die Möglichkeit die Umsetzung eines vereinbarten Entwicklungsprozesses kontinuierlich zu überprüfen. Ebenso wie beim Jahresgespräch sollten die zentralen Notwendigkeiten sowie deren Auswirkungen auf die erfolgreiche Umsetzung der Aufgaben in einer Tätigkeit deutlich kommuniziert werden, da hierbei bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Einsicht und das Bewusstsein für die einzelnen Kompetenzen und Fähigkeiten gesteigert werden kann. Wichtig für das Bewusstsein ist auch Kontinuität. Diese muss dadurch sichergestellt werden, dass das Management die Relevanz von Jahresgesprächen deutlich betont. Durch Vergleiche mit den in den vorherigen Jahresgesprächen festgehaltenen Zielen, Entwicklungsfortschritten und Entwicklungsprozessen kann dies deutlich aufgezeigt werden. Hierbei sollte auch betont werden, welche Unterstützungsleistung das Management für die Kompetenzentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leistet.

Elmar Stein

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