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ISSN-Nr. 2199-9430

Herausgegeben von der

Deutschen Akademie für Management

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Nachgefragt - Kulturmanager/innen über ihren Werdegang - Gernot Wojnarowicz

Gernot Wojnarowicz (*1962), Orchesterdirektor und Konzertdramaturg am Staatstheater Darmstadt

Welchen Hintergrund haben Sie? Was haben Sie studiert und wie haben Sie sich vielleicht zusätzlich als Kulturmanager qualifiziert?
Von Jugend an ist da die Begeisterung für Musik, Kunst, Oper und Theater. Die Jahre auf dem „Stehplatz“ münden in den Berufswunsch „mit Musik und Menschen“. Im Studium in den frühen 80ern ist von Management keine Rede. Obwohl Musikwissenschaft und Geschichte spannende Fragen stellen, bin ich im Theater, in der Oper, im Konzert. Schon im Studium lerne ich als Hospitant, Praktikant und Assistent viele Berufe im Theater kennen. Erst später wird „Management“ (ohne universitäre Qualifikation) in meinen beruflichen Stationen immer wichtiger. Es geht jetzt mehr um Organisation und Finanzen, Personal und Politik, um Verantwortung.

Welche Rolle spielt die Kunst und die Zusammenarbeit mit Künstler/Innen in Ihrem Alltag?
Kunst und die Zusammenarbeit mit denen, die sie machen, herstellen und aufführen spielt zum Glück die Hauptrolle in meinem Berufsleben. Denn ohne die, die Kultur machen, ist das Management davon doch wohl ziemlicher Selbstzweck. Oder?

Welche Fähigkeit zeichnet Ihrer Meinung nach einen guten Kulturmanager aus? Was ist die wichtigste Kompetenz für das Berufsbild?
Wenn überhaupt eine einzelne hervorzuheben ist, dann ist das der Umgang mit Menschen und  Kommunikation. Und der richtige Gemeinplatz ist: Man muss neugierig sein und immer lernen wollen.

Welches Wissen aus dem Management ist für Sie unabdingbar?
Das kommt auf den Schwerpunkt an. Sachkenntnis und Kompetenz helfen immer. „Personal-Fragen“ sind wichtig. Wenn das eine Devise ist: Die richtigen Menschen zusammenbringen. Fordern und Fördern. Das Auge für Entwicklungen haben. Wie ein Gärtner sein.

Haben Sie einen guten Praxistipp?
Das muss jeder für sich rausfinden. Try it. Vielleicht der: Ein gutes Team ist besser als eine Ansammlung von Egomanen.

Was wissen Sie heute, was Sie gerne am Anfang Ihrer Arbeit gewusst hätten?
Die Arbeitswelt wandelt sich stetig und auch radikal. Die Antworten auf die Fragen von früher habe ich jetzt. Aber wie waren noch gleich die Fragen? Handwerkliche Routine ist ganz nett, aber Kunst und Kultur sind zum Glück zu dynamisch, um in Routine zu erstarren.

Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Arbeitsalltag?
Trotz des hohen Tempos die Ruhe zum Nachdenken zu finden. Trotz aller Kataloge an Vorschriften die wichtigen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

 

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