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ISSN-Nr. 2199-9430

Herausgegeben von der

Deutschen Akademie für Management

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Resilienz in der New Work

New Work, Folge 11

Wenn ich Sie fragen würde, inwiefern sich die heutige Arbeitswelt von der vor 10 Jahren unterscheidet, würden Sie mir wahrscheinlich folgende Unterschiede nennen:

  • Die Arbeitswelt ist heute viel schnelllebiger, flexibler, veränderlicher, selbstorganisierter, eigenverantwortlicher u.s.w.
  • Der technologische Wandel verändert unsere Arbeit und wir müssen in immer kürzeren Zeitabständen mit immer wieder neuen Technologien und in immer wieder neuen Prozessen arbeiten.
  • Die Technik ermöglicht es uns heute, zu jeder Zeit und an jedem Ort zu arbeiten. Das macht uns flexibler und ermöglicht Beruf und Privates besser zu vereinbaren. Aber deshalb verschwimmen auch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit heute viel mehr.
  • Informationen stehen jedem jederzeit zur Verfügung. Oft überfluten uns diese Informationen aber auch.
  • Teams sind vielfältiger, vom Alter her, von ihrer Herkunft her, von ihren Werten her u.s.w.
  • Wir arbeiten heute global und vernetzt. Sowohl Kunden als auch Mitarbeitende kommen aus aller Welt. Das erfordert eine höhere kulturelle Kompetenz von allen.

Diese Merkmale der neuen Arbeitswelt bringen viele positive Veränderungen mit sich. Wie z.B. höhere Flexibilität, mehr Transparenz, mehr Handlungsspielräume, mehr Eigenverantwortung, diverse Möglichkeiten der Weiterentwicklung. Aber wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten und nicht jeder beklatscht all diese Veränderungen. Viele leiden sogar sehr darunter. Der Anteil an psychisch bedingten Krankheitstagen steigt seit Jahren, ebenso die Anzahl an Mitarbeitenden, die aus diesem Grund frühzeitig in den Ruhestand gehen. Viele sind von den neuen Arbeitsbedingungen überfordert und empfinden als bedrohlich. Der Ruf nach Resilienzförderung, die einen in die Lage versetzen soll, mit dieser Bedrohung fertig zu werden, wird in Unternehmen heute immer lauter.

Aber was ist eigentlich Resilienz?

Ganz allgemein steht Resilienz für die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen. Ursprünglich kommt der Begriff aus der Physik und bezeichnet dort die Fähigkeit, sich von Werkstoffen verformen zu lassen und hinterher in die ursprüngliche Form zurückzufinden. Auf Menschen übertragen beschreibt Resilienz dann die psychische Robustheit, also die Fähigkeit, Krisen zu meistern.

Nicht nur aus der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers ergibt sich eine Verantwortung von Unternehmen, in die Resilienz ihrer Belegschaft zu investieren. Auch wirtschaftliche Erwägungen sprechen ganz klar dafür: Denn mehr Resilienz

· fördert nachweislich die allgemeine Gesundheit

· reduziert Fehlzeiten

· verbessert die Arbeitsqualität

· aktiviert Kreativität und Spontanität

· führt zu einem souveräneren Umgang mit Stress und Unsicherheit

Was spricht also dagegen? Eigentlich nichts, gerade in Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich keiner mehr leisten, loyale Mitarbeitende, zu verlieren, die an den neuen Arbeitsbedingungen scheitern.

Immer häufiger hören wir, dass Agilität der neue Königsweg des Arbeitens ist, dass wir agiler werden müssen, um in der heutigen Arbeitswelt bestehen zu können. Und vielleicht denken Sie, schon wieder so ein Buzzword … Agilität … was ist das eigentlich? Das erfahren Sie im nächsten Podcast. Bleiben Sie also neugierig!

 

Daniela Behrendt, Tutorin der Deutschen Akademie für Management

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