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ISSN 2199-9430

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Deutschen Akademie für Management

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Stressanzeichen erkennen und Stress Management angehen

Stress in der Arbeit kennen und spüren wir wohl alle. Wir stellen aber auch fest, dass das Stresslevel mal stärker und mal weniger stark ausgeprägt ist. Bei manchen Berufen ist es eher saisonal verschieden, in manchen Bereichen auch von der wirtschaftlichen Gesamtsituation, von der unregelmäßigen Auftragslage oder auch von vielen Krankheiten bei Kolleginnen und Kollegen beeinflusst. Sicherlich hat Stress auch positive Eigenschaften, wie beispielsweise den Ansporn, die Aufgaben und Prozesse in der vorgegebenen Zeit abarbeiten zu können. In diesem Fall wirkt sich Stress förderlich auf die Arbeit aus. Aber auch dies kann nicht unbegrenzt lange der Fall sein.

In den meisten Fällen überwiegen eher die negativen Stressfaktoren und Stressoren. Diese können – wie oben beschrieben – verschiedener Art sein. Zudem können verschiedene Stressfaktoren gemeinsam auftreten. Vor allem eine derartige Gemengelage an Stressfaktoren wird schnell unübersichtlich und wirkt sich negativ auf die Arbeit, die erzielten Ergebnisse und das Arbeitsklima aus. Bei Stressoren und Stressfaktoren kommt noch hinzu, dass diese von unterschiedlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlich aufgenommen und verarbeitet werden. Durch die verschiedenen Stufen der Stressresistenz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergeben sich ebenfalls wiederum Auswirkungen auf Arbeit, erzielte Ergebnisse und Arbeitsklima. Berücksichtigen sollten Sie als Führungskraft, dass diese Auswirkungen oftmals Mehrarbeit erforderlich machen. Hierdurch wiederum wird noch mehr Stress und Zeitdruck erzeugt, der sich dann noch zusätzlich negativ auswirkt.

Vor allem aufgrund der negativen Auswirkungen sollten Sie sich als Führungskraft über Stressoren, Stressfaktoren und deren Auswirkungen bewusst sein. Sie sollten Stressmanagement daher in Ihren Arbeitsalltag oder zumindest regelmäßig integrieren. Am einfachsten ist es, wenn Sie zunächst reaktiv auf Stressauswirkungen reagieren. D.h. Sie reagieren auf Situationen, in denen Sie Auswirkungen von Stress wahrnehmen und ergründen die Stressfaktoren, die Sie für diese Situation ausfindig machen können. Dies beginnt zunächst mit der Beschreibung der wahrgenommenen Situation, in der sich die Auswirkungen von Stress zeigen. Dies ist der wichtigste Ansatzpunkt um eine Verbesserung zu ermöglichen. Sie sollten daher darauf achten, die Situation so genau wie möglich zu erfassen und zu vermerken. Meistens stellen sich auch Kleinigkeiten als größere Stressoren heraus. Anschließend versuchen Sie herauszufinden, welche Stressfaktoren zu dieser Situation beitragen bzw. beigetragen haben. Sie sollten sich für jeden einzelnen Stressfaktor überlegen, wie relevant dieser Stressfaktor ist. Dies spielt für die Strategie und den Ansatz der späteren Stressreduktion eine wichtige Rolle. Zudem sollten Sie sich für jeden Stressfaktor überlegen, wie eine Reduktion dessen ermöglicht werden kann. In Abhängigkeit der Relevanz eines Stressfaktors und der Möglichkeit zur Reduktion der Auswirkungen können Sie erkennen, bei welchem Stressfaktor Sie beginnen sollten. Es muss dabei nicht immer derjenige sein, der sich am stärksten negativ auswirkt. Vielleicht lassen sich andere relevante Stressfaktoren mit einfachen Mitteln bekämpfen. Zudem sollten Sie sich durch die verschiedenen Stressfaktoren und deren Relevanz und Auswirkungen eine Einschätzung über die gesamte Stresssituation vornehmen. Dies macht Ihnen deutlich, wie dringend Handlung geboten ist.

Relevant für diesen ersten Stressmanagementansatz ist, dass Sie zunächst eine Gesamtsituation erfassen und sich dessen auch bewusst sind. Erst über einen reaktiven Ansatz im Stressmanagement werden Sie langfristig in der Lage dazu sein, Ihr Stressmanagement proaktiv zu gestalten, d.h. Auswirkungen auf das vorhandene Stressniveau vorhersagen und im Vorfeld bereits reagieren zu können. Zudem wird es Ihnen langfristig auch ermöglicht, auf individuelle (Unterschiede) im Stressmanagement einzugehen. Hierfür sind allerdings andere Vorgehensweisen notwendig. Die Informationen hierzu können Sie sich allerdings aus den Anmerkungen des Ansatzes holen.

Eine Darstellung dazu.

Elmar Stein

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