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ISSN-Nr. 2199-9430

Herausgegeben von der

Deutschen Akademie für Management

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Unser Personal bilden wir selbst aus

Der Fachkräftemangel in vielen Bereichen, Branchen und Berufsgruppen bereitet einigen Unternehmen große Sorgen. Vielen Unternehmen fällt es zunehmend schwerer, qualitativ und quantitativ ausreichend Personal beschäftigen zu können, da es auf dem Arbeitsmarkt zu wenige Kandidatinnen und Kandidaten mit den gewünschten Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen gibt. Zudem wird der Wettbewerb um die vorhandenen Fachkräfte mit anderen Unternehmen immer härter, wodurch die erforderlichen Anstrengungen qualitativ und quantitativ ausreichend Personal zu finden, verstärkt werden müssen und immer früher ansetzen. Auch wenn es immer noch möglich ist, fehlendes Personal von anderen Unternehmen abzuwerben, ist es für viele Unternehmen nicht nur aufgrund der Schwierigkeit dies erfolgreich umzusetzen, als auch der oftmals unternehmensspezifischen Kenntnisse der potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten verbunden mit einer dadurch notwendigen Einarbeitungszeit und vor allem der Notwendigkeit der Personalentwicklung ratsam, Personal konsequent selbst auszubilden.

Eine solche Herangehensweise erspart einem Unternehmen nicht nur die Rekrutierungskosten inklusive des dafür notwendigen Aufwands, sondern auch die Personalentwicklungskosten, die bei einer externen Besetzung entstehen würden. Zudem wird, vor allem je spezifischer die Ausbildung der eigenen Auszubildenden ist, das Abwerben von Personal durch die Konkurrenz erschwert. Um zur Sicherung von Fachkräften für das Unternehmen beizutragen, ist es für das Personalmanagement daher wichtig, eine gute Ausbildung der Auszubildenden zu planen und letztendlich auch sicherzustellen, dass diese auf die späteren Einsatztätigkeiten möglichst spezifisch innerhalb des Unternehmens vorbereitet werden.

Dies trägt insgesamt nicht nur zur langfristigen oder längerfristigen Bindung der Auszubildenden an das Unternehmen bei, sondern dient auch dazu, dass für die Zukunft geplante Vakanzen innerhalb des Unternehmens mit dem eigenen Nachwuchs besetzt werden können. Hierdurch können auch durch eine frühzeitige und effektive Planung im Bereich der Ausbildung die Auswirkungen des Fachkräftemangels reduziert werden. Eine notwendige Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass das Personalmanagement in Kooperation mit den Führungskräften eine solche frühzeitige Planung vornimmt und dabei den zukünftigen Bedarf bezüglich der Quantität und der Qualität der prognostizierten Belegschaft möglichst ohne (größere) Abweichungen vorhersieht. Um eine möglichst zieltreffende Prognose erzielen zu können, sind ausreichend Kennzahlen und eine enge Verknüpfung an die Bereichsstrategie und die Ableitung der personellen Ressourcen hieraus relevant. Hierin enthalten muss auch eine Prognose darüber sein, wie viele Auszubildende die Ausbildung nicht erfolgreich beenden und wie viele mit Erfolg ihre Ausbildung abschließen. Hierfür sind sowohl die Einschätzung und Einstufung der theoretischen als auch der praktischen Fähigkeiten der Auszubildenden zu Beginn und am Ende der Ausbildung wichtig, sowie deren Gesamtzahl. Sind Abweichungen bei der Besetzung der Stellen nach der Ausbildung festzustellen, so müssen diese analysiert werden. Diese Analyse muss anschließend für den nächsten Ausbildungszeitraum berücksichtigt werden um diese durch das Ziehen der notwendigen Konsequenzen verbessern zu können.

Elmar Stein

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